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schon diese Tatsache erlaubt den Schluß, daß wir reif für
Luxusabgaben geworden sein müssen.
Und nun, um einige vorzugsweise dem Luxus-
bedürfnisse der weiblichen Bevölkerung dienende Dinge
herauszugreifen, erwähnen wir vorerst, daß allein die
Krefelder Fabriken zur Zeit für etwa 60 Millionen Mark
Seide und Sammet (im Eroßhandelswerte, nicht Gebrauchs
wert) im Jahre lediglich nach Deutschland versenden. Wir
wissen des ferneren, daß die Krefelder Fabrikanten für die
Herstellung auch der feinsten Erzeugnisse unüberwindliche
Schwierigkeiten nicht mehr kennen, und dennoch fühlt
sich bei den Käuferinnen der starke Sinn für die feinen
Spielarten des Prunkes von der deutschen Industrie so wenig
gesättigt, daß — ohne Einrechnung der seidenen Bänder
— allein an ganz aus Seide hergestellten dichten Ge
weben, obwohl sie Deutschland meisterhaft verfertigt, an
Seidentüll und Veuteltuch, an seidenen Spitzen und an
undichten Geweben, wie Krepp, Gaze und Flor, für etwa
30 Millionen Mark (Einfuhrwert, Großhandelswert) jähr
lich aus dem Ausland eingeführt werden. Es sei daran
erinnert, daß wir an rohen und zugerichteten Straußen-
und Reiherfedern zur Schmückung von Frauenfächern
und -Hüten jährlich für etwa 13 Millionen Mark nach
dem Einfuhrwerte (hiervon ca. 12 Millionen Mark für
rohe Federn, welche nach Reinigung, Kräuselung und
Zustutzung einen Kleinverkaufswert von allerwenig
sten s 30 Millionen Mark haben) einbringen, an
Perücken, Menschenhaar und Haarnetzen für 6 Millionen