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Durchschnitt annimmt, so beträgt der Jahreseinfuhrwert
(Eroßhandelswert) der in Deutschland verbleibenden Pelze
bereits 60 Millionen Mark*). Spateren Ausführungen
sei an dieser Stelle vorweggenommen, daß das Zoll-
aufkoinrnen aus unserer gesamten Pelz- und Kürschner
wareneinfuhr noch nicht 100 000 Mark beträgt, während
Amerika sein System der Wertverzollung herzhaft auch
auf Pelzwaren anwendet.
*) Der tatsächliche Wert verbrauchsfertiger Ware ist ungleich höher:
bei allen Berechnungen der Einfuhr werden Vvn uns Mengen und Zoll
aufkommen des Kalenderjahres 1910 zu Grunde gelegt, jedoch mit den
nicht vorläufig, sondern endgültig angesetzten, also erst im Jahre 1911
zur Veröffentlichung gelangenden Werten.; Bei Fellen zu Pelzwerk
und Kürschnerwaren brauchen wir uns infolge des Bundesratsbeschlusses
vom 11. Februar 1911 auch der endgültigen Schätzung des
handelsstatistischcn Beirats nicht mehr zu bedienen, sondern benutzen
die sich auf Grund der jetzt bestehenden Wertanmeldepflicht ergebenden
Werte. Es ergibt sich dann für die Monate Mai bis August 1911
(unter genauer Berücksichtigung der für jede Einzelposition in Frage
kommenden Einfuhr- und Ausfuhrmengen) ein Durchschnittswert für
Position 155 a/b, 563 a/b, 564/65 von 2397 Mark für die Einfuhr,
von 4120 Mark für die Ausfuhr. Daraus erhellt, wie niedrig die oben
im Text aufgeführte Ziffer von rund 2400 Mark gegriffen ist. In der
Hauptsache ist die große Unterschiedlichkeit der Werte zwischen Einfuhr
und Ausfuhr darauf zurückzuführen, daß an der Einfuhr hauptsächlich
rohe Felle, die in Deutschland erst zugerichtet und gefärbt werden,
an der Ausfuhr dagegen hauptsächlich fertige hochwertige Kürschnerwaren
(Position 563 a) Beteiligt sind.
Es wird von Pelzhändlern versichert, daß der Einfuhrwert der
im Jnlande verbleibenden ca. 25 000 dz in Höhe von ca. 60000000
Mark unter Berücksichtigung derjenigen Pelze, die in Deutschland zuge
richtet und gefärbt werden, nach dem Klein Verkaufspreis einen
Betrag von allerwenigstens 120000000 Mark aufweist!