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heimischen Bevölkerung befriedigten, auf den lokalen Markt,
weil erstens überall die gleichen Handwerker zu finden sind,
und weil zweitens ihre Erzeugnisse sich für den Transport nicht
eignen. Nimmt die Zahl dieser Handwerker zu, so stellt sich
die Erscheinung ein, auf die Bücher schon hingewiesen hat, nämlich
das Reihenbacken und Reihenschlachten, d. h., daß nicht
jeder Bäcker jeden Tag frisch backen und nicht jeder Metzger
jede Woche ein Stück Vieh schlachten kann.*) Wie es scheint,
war dies ein ziemlieh verbreitetes Mittel gegen die Überproduktion.
Im Kreis Chwalynsk des Gouvernements Saratow arbeiten
in einigen Dörfern die Schuhmacher nur 3—4 Tage in der
Woche. Es ist klar, daß unter solchen Umständen eine Entwicklung
der Produktivkräfte nicht stattfinden konnte, und daß
sich diese Handwerker bis auf den heutigen Tag zu erhalten vermochten,
wo sie vom Kapital unterworfen wurden. Aus den
gleichen Gründen mußte auch die Reparaturarbeit für den Besteller
handwerksmäßig organisiert bleiben.
Wir sehen also aus den angeführten Beispielen der verschiedenen
Gewerbeformen, daß der handwerksmäßige Betrieb um so
länger andauern konnte, je geringer die Entwicklung der Produktivkräfte
in seiner Produktionssphäre war. Die Enquete über die
Kustarbetriebe im Gouvernement Saratow bestätigt diese Schlußfolgerungen,
die man aus der Entwicklung des mittelalterlichen
Handwerks ziehen kann. So können sich die Schneider, Näherinnen
und Wirkerinnen mit Bestellungsarbeit für die Nachbarn
begnügen, während die Hutmacher für die Zwischenhändler oder
Verleger arbeiten müssen, weil ihre Spezialisierung ihnen gestattet,
viel mehr zu produzieren, als in der Nachbarschaft Nachfrage
vorhanden ist. Die Walker, deren es in Kusnezk nur wenige
gibt, arbeiten hauptsächlich auf unmittelbare Bestellung, während
die Handschuhmacher und Kummetmacher meistens für den
entfernten Markt arbeiten. Die Tischler und Böttcher, sowie die
Ziegler können für ihre Erzeugnisse auf dem lokalen Markte Absatz
finden; dagegen müssen die Handwerker, deren spezielle
’) Entstehung der Volkswirtschaft, S. 192.