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Die Schwedische Neichsbank hatte Ende Juli 1914 einen
Notenumlauf von 228 Millionen Kronen, Ende 1914 304, Ende 1915
328, Ende 1916 418 und Ende Mai 1917 433 Millionen Kronen.
Ende September 1917 war er auf 521 Millionen Kronen gestiegen.
Die Nationalbank in Kopenhagen erhöhte ihren Noten
umlauf von 156 Millionen Kronen Ende Juli 1914 an denselben
Terminen auf 207, 220, 285, 299 Millionen Kronen. Ende Sep
tember 1917 betrug er 303 Millionen Kronen.
Die Bank von Norwegen hat ihren Notenumlauf vor,
1914 bis Ende 1916 mehr als verdoppelt, von 123 auf 252 Mil
lionen Kronen. Seitdem ist eine weitere Vermehrung auf 311 Mil
lionen Kronen Ende September 1917 eingetreten.
II. Goldbewegung
Aber den Amfang der Golddeckung der Noten gebe ich
keine Ziffern. Sie ist, wie wir wissen, nicht von der Bedeutung,
die ihr aus Gedankenlosigkeit und Ankenntnis noch meist in den
Ausweisen, in den Berichten der Notenbanken und in den Be
trachtungen der Äandelspresse beigelegt wird. Auch geben diese
Verhältniszahlen kein klares Bild, da es einmal, wie wir sehen
werden, überhaupt nicht nur auf die realen Zahlungsmittel an
kommt, sondern eine „Geldvermehrung" auch ohne deren Ver
mehrung nröglich ist, da zweitens vielfach noch andere Zahlungs
nüttel geschaffen worden sind, Staatsscheine, Darlehensscheine,
Currency Notes usw., für welche, wenn die Golddeckung über
haupt maßgebend wäre, der Goldbestand der Zentralnotenbank auch
mit dazu dienen müßte, und da drittens die bei mehreren Noten
banken vorhandenen Posten: Gold im Auslande doch nur mit
großem Vorbehalt in eine Golddeckung der von der betreffenden
Bank ausgegebenen Noten miteingerechnet werden dürften.*)
*) Daß insbesondere bei Rußland die Zahlen des Goldbestandes im
Auslande absolute Willkür sind, geht daraus hervor, daß sie sich von Mai
bis September 1917 von 2119 Millionen Rubel auf 3309 Millionen Rubel
vermehrt haben, während der inländische Goldbestand nur von 1481 auf
1295 Millionen Rubel abnah,n.