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Ökonomen, gegen die Stellung des Vereins für Sozialpolitik.
Sodann ist die Frage, die zur Diskussion gestellt
wurde, nicht die, auf die es heute in erster
Linie ankommt. Die diskutierte Frage ist nämlich,
ob es wissenschaftlich möglich sei, die sozialen
Vorgänge nicht bloß zu beschreiben und zu erklären,
sondern auch zu „werten“, sie als gut und schlecht,
wünschenswert und nicht wünschenswert zu bezeichnen.
Allein, daß es nicht möglich ist, für
alle Zeiten und alle Orte gültige Ideale zu postulieren,
darüber dürften wohl die meisten einig sein.
Um so mehr, als die meisten deutschen Ökonomen
sich zur historischen Schule zählen und von dieser
doch die Kelativität aller Ideale gegenüber dem
Naturrecht, dem Liberalismus usw. stets betont worden
ist. Und ob es dem Forscher möglich ist, für
jede gegebene historische Situation ein Ideal zu postulieren,
ist eine weit weniger bedeutsame Frage. Denn
ein solches relatives Ideal ist seiner Natur nach so
von Bedingungen durchsetzt und derjenige, der es
vertritt, hat so viele tatsächliche Behauptungen zu
beweisen, daß es nie schwer sein kann ihm zu zeigen,
daß nur diese Behauptungen das speziell Wissenschaftliche
an der Sache sind, und daß er das Urteil
selbst, welches etwas als wünschenswert bezeichnet,
nicht mehr in seiner Eigenschaft als Forscher, sondern
in seiner Eigenschaft als Politiker hinzusetzt,
wenngleich auch dieses Urteil sich von einem populären
Werturteil durch seine Tatsachenbasis zu
seinem Vorteil unterscheiden mag. In diesem Sinn
könnte man von einem „wissenschaftlichen Wert