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liehen Durchdringung der Elemente der sozialen
Welt. Und deshalb hat das Beispiel einer solchen
Theorie eine über ihr Schicksal hinausreichende Be
deutung.
Bei der ökonomischen Theorie nun ist es be
sonders klar, nicht nur daß sie in jener angedeuteten
Entwicklungsrichtung sich tatsächlich bewegt, son
dern auch daß die allgemeine Tendenz dieser Ent
wicklungsrichtung einerseits und die besondere Si
tuation, in der die Theorie angelangt ist, andrerseits
uns auf ihrem Feld ganz bestimmten Problemen
gegenüberstellt, die „objektiv“ da sind, denen wir
nicht aus weichen können und deren Vernachlässigung
die Zukunft gutmachen würde — uns dabei gründ
lich die Wahrheit sagend. Der weitere Weg führt
logisch über sie und, was immer wir tun und uns
denken mögen, er wird gegangen werden und zu
neuen, ebenso präzisen und zwingenden, konkreten
Situationen führen.
John B. Clark hat einmal gesagt, auf dem Gebiet
ökonomischer Theorie im engsten der vielen Sinne
dieses Worts gäbe es heute nur wenig Baum zu
Differenzen mehr, und ein andermal, die heutigen
Lösungsversuche auch des schwierigsten der Pro
bleme, die es da gibt, des Zinsproblems, könnten nicht
weit von der Wahrheit sein. Wer dem Gebiet fern
steht, dem mag das ein Paradoxon sein, für jene, die
jeden seiner Winkel kennen, ist es kaum mehr als
selbstverständlich. In der Tat, das Gedankenelement,
das vor vierzig Jahren neu hinzukam, die „Grenz
nutzentheorie“, unterwirft sich unaufhaltsam alles