Full text: Vergangenheit und Zukunft der Sozialwissenschaften

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Terrain innerhalb dieser Disziplin, gestaltet sie lang 
sam nach seinem Gesichtspunkt um, und das ihm 
Widerstrebende schwindet immer mehr. Der Boden 
der großen Grundprinzipien ist also weitaus den 
meisten Theoretikern von Fach gemeinsam, und 
lebensfähige Versuche davon abzuweichen, haben die 
letzten Jahrzehnte nicht gebracht. Wenngleich auch 
mancher tüchtige und kompetente Mann der Ver 
suchung nicht widerstehen konnte, seine Beiträge zum 
Detail in die Form von prinzipiellen Reformen zu 
kleiden, ist also hier, zum erstenmal auf sozialwissen 
schaftlichem Gebiet, annähernd das erreicht, was die 
Voraussetzung zu allem Vordringen zu wirklich wert 
vollen Einzelresultaten ist, und was wir auf Grund 
unserer früheren Erörterungen als eine für jede Dis 
ziplin unvermeidliche Entwicklungsstufe erkennen 
können, die —- natürlich nur jeweils provisorische — 
Einigung in den Fundamenten jedes Problemkreises. 
Allein an die gelösten — natürlich nur für gerade 
unseren Tag im Leben des forschenden Geistes ge 
lösten — Probleme schließen sich unmittelbar andere 
an, an die man stößt, sowie man die Lösungen der 
ersteren gemeistert hat, weil sie logische Fortsetzun 
gen derselben sind, an die man heran muß, wenn 
man Arbeit leisten und über neuen Grund kommen 
und sich nicht damit begnügen will, die Räder unserer 
geistigen Maschine sich an Ort und Stelle drehen zu 
lassen. Die weiteren Probleme stehen im Verhältnis 
von Ausarbeitungen, Spezialisierungen, Konkretisie 
rungen zu den gelösten, sie verhalten sich zu ihnen, 
wie das Fördern von Erz zum Bau der Schachte.
	        
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