Full text: Vergangenheit und Zukunft der Sozialwissenschaften

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sehen Gebäudes freuen. Denn niemand wird ihm von 
diesem aus ernstlich seinen Weg weisen und ernstlich 
daran denken wollen, naturwissenschaftlichen Einzel 
resultaten daraus Einwendungen zu machen. Hegel 
selbst machte durchaus nicht vor dem physischen Ge 
schehen halt, wie sein unsterblicher Versuch lehrt, die 
Zahl der Planeten durch Metaphysik und Zahlen 
mystik bestimmen zu wollen. Mit Unrecht nimmt das 
der Hegelianer leicht. Denn das war keine Entglei 
sung, sondern bloß die Anwendung der gleichen Me 
thode, mit der Hegel stets arbeitete. Aber das machte 
den Naturwissenschaften nichts, weil es ja doch nie 
mand ernst nahm. Den Sozialwissenschaften aber 
schadete der Hegelianismus gar sehr; denn auf 
diesem Neubruch wurde Hegel ernst genommen. Und 
so drangen denn von hier aus Auffassungsweisen 
und Behauptungen in das sozialwissenschaftliche 
Arbeiten ein, die eine stete Abwehr erforderten und 
eine nie versiegende Quelle von Verirrungen waren. 
Noch heute muß der sozialwissenschaftliche Arbeiter 
sein Werk vollenden wie die Arbeiter an der bibli 
schen Stadtmauer: mit einer Hand nur, während die 
zweite das Schwert hält. Und das Unglück wäre noch 
größer, wenn Hegel nicht mit einem Seitenblick auf 
die Wirklichkeit spekuliert hätte, so daß viele seiner 
Sätze nur metaphysierte Alltagsbeobachtungen seiner 
Zeit und seiner Umwelt wären. Aber auch so liegt 
hier einer der Gründe, warum die Sozialwissenschaft 
so langsam, ach so langsam dem Licht des Tages ent 
gegenstrebt. 
Das alles sehen wir, wenn wir nun jenes Terrain
	        
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