Full text : Wirtschaftspolitisches Handbuch von Rumänien

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Wirtschaftliche  Verhältnisse

Unternehmungen  1911  nur  472  und  zwar:  21  Ziegeleien,  9  Kalköfen, ­
  10  Gips-  und  Zementfabriken,  8  keramische  Werkstätten,
6  Glashütten,  27  metallurgische  Anstalten,  6  mechanische  Werkstätten, ­
  4  Eisen-Möbel-  und  Ofenfabriken,  7  Blechschmieden,  9  Nagelund ­
  Schraubenfabriken,  36  Sägewerke,  20Holzbearbeitungsanstalten,
1  Asphaltfabrik,  7  Seilerwarenerzeugungsstätten,  9  Leinwebereien,
12  Wollwebereien,  1  Teppichweberei,  1  Hanfaufbereitungsanstalt,
1  Bandfabrik,  12  Strickereien,  4  Hutfabriken,  4  Knopffabriken,
3  Wattefabriken,  1  Bürsten-  und  Pinselfabrik,  26  Gerbereien,
8  Brotfabriken,  2  Reisschälanstalten,  4  Teigwarenfabriken,  9  Schokolade- ­
  und  Bonbonsfabriken,  1  Zichorienkaffeefabrik,  8  Zuckerfabriken,
  3  Holzdestillerien,  4  Kohlensäurefabriken,  7  Konservenfabriken,
4  Kognakfabriken,  2  Eisfabriken,  2  Essenzenfabriken,  5  Brennereien.
6  Brauereien,  54  Mühlen,  6  Papierfabriken,  4  Zellulosefabriken,
20  graphische  Anstalten,  23  Petroleumraffinerien,  11  Kerzenfabriken,
9  Olfabriken,  4  Lackfabriken,  1  Sauerstoff-  und  Azetylenfabrik,
9  chemische  Laboratorien,  1  Akkumulatorenfabrik  und  2  elektrotechnische ­
  Anstalten.  Angelegt  waren  in  allen  diesen  Unternehmungen
338013009  Lei.  Sie  verwendeten  bei  einem  Gesamtverbrauche
von  Brennstoffen  im  Werte  von  34000000  Lei  127021  Pferdekräfte,
verarbeiteten  Rohstoffe  für  338280000  Lei  und  erzeugten  Waren
im  Werte  von  547134800  Lei.  Der  Zollnachlatz  bei  den  aus  dem
Auslande  eingeführten  Rohmaterialien  erreichte  nahezu  900000  Lei.
Beschäftigt  wurden  zusammen  153470  Arbeiter  mit  einem  Eesamtverdienste
  von  749726000  Lei.  Die  Löhne  schwankten  zwischen
1  und  5  Lei  täglich  und  betrugen  im  Mittel  814  Lei  jährlich.
Im  Jahre  1912  wurde  das  Jndustrieförderungsgesetz  mehrfach
geändert.
Aber  auch  ohne  staaatliche  Förderung  werden  Industrien  ins
Leben  gerufen.  Bon  privater  Seite  wird  der  Industrie  immer  mehr
Interesse  entgegengebracht,  und  das  zu  Jndustrieunternehmungen
nötige  Kapital  ist  ohne  Schwierigkeiten  zu  finden.  Entstanden  sind
bereits  Salami-,  Champagner-  und  Mineralwasserfabriken,  Konfektionsanstalten ­
  und  selbst  Schiffswerften.

3.  Handel  und  Kreditwesen
a)  Handel
Schon  Ende  des  Mittelalters  waren  einzelne  Produkte  des
rumänischen  Bodens  weithin  gesucht.  Italienische  Schiffe  holten
Getreide  aus  den  Donauhäfen  und  führten  es  nach  Konstantinopel.
            
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