fullscreen: Logik des Geldes

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Erstes Kapitel. Methodologie. 
er wagt es nicht, sich oder andern einen Zweifel einzugestehen, 
sondern verläßt sich darauf, daß die andere Auffassung eben 
einem niedrigeren Niveau entspreche. Dieser Leser wird nur 
stutzig, wenn er zufällig einmal eine Schrift in die Hand be 
kommt, die den gleichen Gegenstand behandelt, aber aus dem 
andern Lager stammt, und in der mit gleicher Selbstver 
ständlichkeit gerade das als »Aberglauben« bezeichnet wird, 
was der erste Autor als richtige Lehre verkündet hatte. So 
redet Otto Heyn vom Aberglauben derjenigen, die da 
meinen, das Wesen und der Wert des Geldes liege im Metall. 
Dühring dagegen spricht vom Aberglauben derer, die da 
meinen, der Wert und das Wesen des Geldes liege nicht 
im Metall. Ein anderes Beispiel. Man pflegt das Geld in 
Metall- und Papiergeld zu scheiden. Diese hergebrachte und 
in der Wissenschaft vielfach übliche Einteilung bezeichnet 
L. von Mises als »dem geistigen Horizonte von Kassenboten 
und Geldbriefträgern angemessen« 1 . Nun muß zugegeben 
werden, daß es Fälle gibt, wo jene in Frage stehende höchst 
nützliche Einteilung nicht zweckmäßig wirkt. Kann es aber 
zur Verständigung dienen, wenn Mises, um für seinen spe 
ziellen Zweck eine andere, übrigens höchst angreifbare Ein 
teilung durchzuführen, nun durch jene amüsante Parabel alle 
Schriftsteller in eine niedrigere Rangklasse versetzen möchte, 
die an der älteren Einteilung festhalten? Gewiß, das Niveau 
derer, die über Geld schreiben, ist ein außerordentlich ver 
schieden hohes, aber das Kriterium für diese Höhe kann 
nimmermehr in der Entscheidung für diese oder jene Defi 
nition gesucht werden. 
Es sei nun eine Bemerkung über die Auswahl der hier 
zur Verarbeitung herangezogenen Literatur gestattet. Wenn 
wir davon sprachen, daß es mehrere tausend Schriften über 
Geld gibt, so liegt schon darin das Zugeständnis, daß auch 
1 Theorie des Oeldes und der Umlaufsmittel, 1912, S. 46.
	        
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