Full text : Fortschritt und Armut

Die  Anwendung  des  Heilmittels.

Buch  VIII.

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mindert  durch  eine  Besteuerung,  welche  ihre  Produktionsprozesse  belastet. ­
  Der  Schiffbau,  in  welchem  wir  Ausgezeichnetes  leisteten,  ist
was  den  Außenhandel  betrifft,  so  gut  wie  vernichtet,  und  viele  Produktions- ­
  und  Pandelsbranchen  find  durch  Steuern,  welche  den  Gewerbfleiß
  von  produktiveren  auf  weniger  produktive  formen  ablenken,
schwer  verkümmert.
Diese  Hemmung  der  Produktion  ist  mehr  oder  minder  für  die
meisten  der  Steuern  charakteristisch,  durch  welche  die  Einkünfte  der
modernen  Regierungen  erhoben  werden.  Alle  Steuern  auf  Fabrikerzeugnisse, ­
  auf  den  Pandel,  auf  das  Kapital,  auf  Verbesserungen,
gehören  dahin.  Ihre  Tendenz  ist  derselben  Art,  wie  diejenige  der  Steuer
Mehemed  Alis  auf  Dattelbäume,  obgleich  ihre  Wirkung  nicht  so  klar
ersichtlich  fein  mag.
Alle  solche  Steuern  haben  eine  Tendenz,  die  Güterproduktion
zu  verringern,  und  sollten  deshalb  nie  gewählt  werden,  wenn  es  möglich
ist,  Geld  durch  Steuern  zu  erheben,  die  nicht  die  Produktion  hemmen.
Dies  wird  möglich,  je  mehr  sich  die  Gesellschaft  entwickelt  und  der  Reichtum ­
  sich  anhäuft.  Steuern,  die  den  Luxus  treffen,  führen  einfach  dem
öffentlichen  Schatze  Summen  zu,  die  sonst  in  eitlem  Gepränge  um  der
bloßen  Schaustellung  willen  verschwendet  worden  wären;  und  Steuern
von  Testamenten  und  pinterlassenschaften  der  Reichen  dürften  die  Sucht
nach  Reichtumsanhäufung,  die,  wenn  sie  erst  einmal  einen  Menschen
gepackt  hat,  eine  blinde  Leidenschaft  wird,  wenig  einschränken.  Aber  die
pauxtgattung  von  Steuern,  von  denen  ohne  Nachteil  für  die  Produktion
Einnahmen  erhoben  werden  können,  find  die  Steuern  auf  Monopole,
denn  der  Monopolgewinn  ist  an  sich  eine  von  der  Produktion  erhobene
Steuer,  und  denselben  zu  besteuern,  heißt  nur,  nach  den  öffentlichen.
Kassen  zu  lenken,  was  die  Produktion  sowieso  bezahlen  muß.
Ls  bestehen  unter  uns  verschiedene  Arten  von  Monopolen.  So  z.  B.
gibt  es  die  durch  die  Patent-  und  Verlagsrechte  geschaffenen  zeitweiligen
Monopole.  Diese  zu  besteuern,  würde  überaus  ungerecht  und  unweise
sein,  insofern  sie  nur  Anerkennungen  des  Rechtes  der  Arbeit  an  ihre
nicht  handgreiflichen  Produktionen  sind  und  den  der  Erfindung  und
Autorschaft  gewährleisteten  Lohn  bilden.  Dann  gibt  es  die  im  Kapitel  I  V
des  Buch  III  erwähnten  lästigen  Monopole,  die  aus  der  Vereinigung
des  Kapitals  zu  Geschäften  entstehen,  welche  einen  Monopolcharakter
haben.  Da  es  jedoch  außerordentlich  schwer,  wo  nicht  völlig  unmöglich
sein  würde,  durch  allgemeines  Gesetz  Steuern  derartig  zu  erheben,  daß
sie  ausschließlich  auf  die  Erträge  solcher  Monopole  fallen  und  nicht
Steuern  auf  Produktion  oder  Austausch  werden,  so  ist  es  viel  besser,
derartige  Monopole  ganz  abzuschaffen.  Zum  großen  Teil  entspringen
sie  legislativem  Tun  oder  Lassen,  wie  z.  B.  der  schließliche  Grund,  daß
die  Kaufleute  von  San  Franzisko  gezwungen  find,  mehr  für  direkt  von
New  pork  nach  San  Franzisko  über  den  Isthmus  von  Panama  gesandte
Güter  zu  zahlen,  als  es  kostet,  sie  von  New  pork  über  Liverpool  oder
            
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