Full text : Fortschritt und Armut

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Die  Wirkungen  des  Heilmittels.

Buch  IX.

mit  Däusern  und  Scheunen,  init  Ernten  und  Werden  bedeckt  wäre.
Der  Eigentümer  einer  städtischen  Baustelle  würde  sür  das  Vorrecht,
andere  Leute  davon  fern  zu  halten,  bis  er  dieselbe  selbst  gebrauchen
will,  ebensoviel  zahlen  wie  sein  Nachbar,  der  ein  schönes  paus  auf
seinem  Platze  stehen  hat.  Es  würde  ebensoviel  kosten,  eine  Reihe  von
baufälligen  pütten  aus  wertvollem  Boden  stehen  zu  haben,  als  ob  derselbe ­
  mit  einem  großen  potel  oder  einem  großartigen,  mit  kostbaren
Waren  gefüllten  Magazine  bedeckt  wäre.
So  würde  die  Prämie,  die  jetzt  überall,  wo  die  Arbeit  am  produktivsten ­
  ist,  entrichtet  werden  muß,  noch  ehe  die  Arbeit  ausgeübt
werden  kann,  verschwinden.  Der  Landmann  würde  nicht  die  Pälfte
seiner  Mittel  auszuzahlen  oder  seine  Arbeit  auf  Jahre  hinaus  zu  verpfänden ­
  haben,  um  Land  zur  Bebauung  zu  erlangen;  der  Erbauer
eines  städtischen  pauses  würde  nicht  für  eine  kleine  Baustelle  ebensoviel
auszulegen  brauchen,  wie  für  das  paus,  welches  er  darauf  baut;  die
Gesellschaft,  die  eine  Fabrik  zu  gründen  beabsichtigt,  würde  nicht  einen
großen  Teil  ihres  Kapitals  für  den  Bauplatz  auszugeben  haben.  Und
was  man  dem  Staate  jährlich  zahlt,  ersetzte  alle  die  Steuern,  die  jetzt
von  Verbesserungen,  Maschinen  und  Vorräten  erhoben  werden.
Man  bedenke  die  Wirkung  einer  solchen  Änderung  aus  den  Arbeitsmarkt. ­
  Die  Konkurrenz  würde  nicht  mehr  eine  einseitige  sein  wie  jetzt.
Statt  daß  die  Arbeiter  miteinander  um  Beschäftigung  konkurrieren
und  dabei  die  Löhne  auf  den  Punkt  des  bloßen  Unterhalts  hinunterdrücken,
.würden  überall  die  Arbeitgeber  um  Arbeiter  konkurrieren  und  die  Löhne
bis  annähernd  auf  den  Ertrag  der  Arbeit  steigen.  Denn  der  größte
aller  Konkurrenten  um  die  Beschäftigung  der  Arbeiter  würde  den
Arbeitsmarkt  betreten  haben,  ein  Konkurrent,  dessen  Nachfrage  nicht
befriedigt  werden  kann  bis  der  Mangel  befriedigt  ist  —  die  Nachfrage
nach  Arbeitskräften  selbst.  Die  Arbeitgeber  würden  nicht  bloß  gegeneinander ­
  zu  bieten  haben,  da  alle  den  Sporn  größerer  Geschäfte  und  erhöhter ­
  Gewinne  fühlen,  sondern  auch  gegen  die  Fähigkeit  der  Arbeiter,
ihre  eigenen  Arbeitgeber  zu  werden,  da  ihnen  durch  die  Steuer,  welche
die  Monopolisierung  verhindert,  die  von  der  Natur  gebotenen  Gelegenheiten ­
  in  vollem  Umfang  erschlossen  würden.
Bei  dieser  Freilegung  der  Naturgelegenheiten  für  die  Arbeit,
bei  der  Steuerfreiheit  des  Kapitals  und  der  Lohnverbesserungen,  bei
der  Befreiung  des  Pandels  von  seinen  Fesseln  würde  das  Schauspiel
unmöglich  werden,  daß  arbeitslustige  Menschen  ihre  Arbeit  nicht  in  die
Dinge  verwandeln  können,  deren  sie  bedürfen;  die  wiederkehrenden
Krisen,  welche  den  Gewerbfleiß  lähmen,  würden  aufhören;  jedes  Rad
der  Produktion  würde  in  Bewegung  gesetzt  werden;  die  Nachfrage
würde  mit  dem  Angebot  und  das  Angebot  mit  der  Nachfrage  gleichen
Schritt  halten;  der  Pandel  würde  in  jeder  Richtung  zunehmen  und
.der  Wohlstand  aller  steinen.
            
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