Kap. II.
Die Unterschiede in der Zivilisation.
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— und sicher wird die Religion nicht durch Zeugung, sondern durch
Assoziation übertragen — die überall die Eigentümlichkeit der hebräischen
Rasse erhalten hat. Diese Religion, welche auf die Rinder kommt, nicht
wie ihre physischen Merkmale, sondern durch Lehre und Gemeinschaft,
ist nicht bloß in ihren Lehren exklusiv, sondern hat durch Erzeugung
von Argwohn und Haß einen mächtigen äußeren Druck hervorgerufen,
der noch mehr als ihre Vorschriften aus den Juden überall einen Staat
im Staate gemacht hat. So waren gewissermaßen Mauern um sie aufgebaut,
innerhalb deren sich ein eigentümlicher Charakter entwickelte.
Das jüdische Unter-Sich-Heiraten war die Wirkung, nicht die Ursache
davon, was die Verfolgung, die fast soweit ging, jüdische Rinder ihren
Eltern fortzunehmen und sie außerhalb ihrer eigentlichen Umgebung
zu erziehen, nicht vollbringen konnte, wird durch die verminderte Stärke
des religiösen Glaubens vollbracht werden, wie dies in den vereinigten
Staaten schon bemerkbar ist, wo der Unterschied zwischen Juden und
Heiden zusehends verschwindet.
Es scheint mir auch, daß der Einfluß dieses sozialen Netzes oder
dieser Umgebung den Umstand erklärt, der so oft als Beweis von Rasseunterschieden
angesehen wird — nämlich den Widerstand, den weniger
zivilisierte Rassen der Annahme höherer Zivilisation leisten, und die
Art und weise, in welcher einige dieser Rassen vor der Zivilisation sozusagen
wegschmelzen. Genau so lange wie eine einzige soziale Umgebung
fortdauert, macht sie es auch den ihr Unterworfenen schwer oder
unmöglich, eine andere anzunehmen.
Der chinesische Charakter ist so stabil wir irgendeiner. Dennoch
eignen sich die Chinesen in Ralifornien amerikanische Arbeits- und
Handelsmethoden, den Gebrauch von Maschinen usw. mit einer Leichtigkeit
an, die beweist, daß sie keiner Biegsamkeit oder natürlichen Fähigkeit
ermangeln. Daß sie sich in anderer Beziehung nicht ändern, liegt an
der chinesischen Umgebung, die noch fortdauert und sie noch umgibt,
lvenn sie von China kommen, so beabsichtigen sie dahin zurückzukehren,
und während ihres Aufenthaltes in Amerika leben sie wie in einem
kleinen China, gerade wie die Engländer in Indien ein kleines England
behalten. Nicht bloß, daß wir naturgemäß Verkehr mit denen suchen,
die unsere Eigenart teilen und daß so Sprache, Religion und Sitten sich
erhalten, wo einzelne sich nicht gänzlich isolieren; sondern diese Unterschiede
rufen auch einen äußeren Druck hervor, der zu einer derartigen
Assoziation zwingt.
Diese einleuchtenden Gründe erklären vollständig alle die Erscheinungen,
welche bei dem Aufeinandertreffen einer Rultur und einer
anderen zutage treten, ohne daß man zu der Theorie der eingewurzelten
Unterschiede zu greifen braucht, wie die vergleichende Sprachwissenschaft
bewiesen hat, ist z. B. der Hindu von gleicher Rasse wie sein englischer
Eroberer, und die Beispiele einzelner haben sattsam bewiesen, daß,
wenn er vollständig und ausschließlich in englische Umgebung versetzt