Full text: Wirtschaft als Leben

Anhang. 
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kennzeichnend für sie — und darauf beruht auch ihr schroffer Gegensatz 
zur Naiven Wertfrage — daß sie ohne Berufung auf den Wert 
gedanken aufgeworfen zu denken ist. Bei ihrem Aufwurfe läuft es 
nicht als eine scheinbar stillschweigende, in Wahrheit unbewußte An 
nahme unter, daß der Wissenschaft unter „Wert“ ein Singularobjekt 
vorgesetzt sei, dessen — unserer Wissenschaft obliegende — Er 
ledigung unter allen Umständen bei der Frage „Was ist der Wert?“ 
einzusetzen hat, wobei die letztere Frage daher immer unter der stillen 
Geltung des Wertgedankens zu verstehen ist. Es erhebt sich jene 
Zusatzfrage vielmehr — schlecht und recht nach ihrem klaren Wort 
laute — gegenüber der offenliegenden Tatsache, daß die Lautfolge „Wert“ 
ein Element unserer Sprache ist, und als solches unter der Herrschaft 
des Sprachgebrauches seinen geistigen Gehalt empfängt. Dieser aber 
soll festgestellt werden 1 Und nicht bloß im Angesichte des gewöhn 
lichen, manchmal auch des wissenschaftlichen Sprachgebrauches; 
w obei aber wohl zu beachten ist, wie es sich dabei um wissenschaft 
liche Verwendungen des Wortes „Wert“ handelt, die ohne Zusammen- 
^ an g mit jenem Objekte erfolgen, das man der Wissenschaft unter 
demselben Sprachzeichen „Wert“ vorgesetzt vermeint. So wendet sich 
f* R Schäffle, und in einer selten klaren Erfassung dieses Sachver-’ 
es , gegen eine solche, nicht das gleichbezeichnete Objekt betreffende 
^d daher für die „Wertlehre“ eigentlich völlig irrelevante 
rwendungsweise und damit korrespondierende Bedeutung des Sprach- 
«nentes „Wert“, wenn er (Bau und Leben, III. Bd., S. 278) sagt: 
m ißzuverstehende Fälle ausgenommen, werden wir mit dem 
- r . e »Wert“ nicht den gewöhnlichen Sinn von Preis oder Tausch- 
j 1 enzverhältnis zweier Güter verbinden“ — und noch entschiedener 
dann das \x; 
des W Wort »Wert“ für die sprachliche Vertretung des im Sinne 
die Erkr^ e< ^ an ^ enS Zu denkenden Objektes reserviert, indem er 
Qk .. ar ong abgibt: „Nur uneigentlich und in Anbequemung an den 
Normi ! ^ Cn Sprachgebrauch nennen wir daher die Tauschäquivalenz- 
Tau G |' Un ^ auc d Tauschwertbildung, den Preis oder die Sozialtaxe 
” 5^ W< ( rt “ °der „Wert“ (281). 
erled°i S< t ^ Wie w * r d diese Sonderung — daß Dies als „Wert“ 
w j rc j f’ J ene s aber daneben notgedrungen auch „Wert“ genannt 
Wert ed D * r ^ en d s berücksichtigt. Bei dem stillen Walten des 
wenn ' • se ' ner Ungreifbarkeit, ist es gar nicht verwunderlich, 
so p in a ^ Cr Re g e l die Antworten auf diese beiden, im Wesen 
die Ein n r V d rSC ^ edenen Rra S en irgendwie (durch eine Einteilung oder 
oft bL erun S in ein Begriffssystem usw.) miteinander verklittert und 
is zur Unlösbarkeit miteinander verwoben und verwirrt sehen.
	        
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