Full text : Wirtschaft als Leben

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.Die  Herrschaft  des  Wortes“,

die  „Grundbegriffe“  in  Bausch  und  Bogen  sofort  auch  „  Grundtatsachen“ ­
  sein?
Wenn  es  Dietzel  so  hielte  wie  viele  andere,  die  zum  Beispiel
„Grundbegriffe“  und  „Grunderscheinungen“  für-  und  nebeneinander  als
Bezeichnung  des  Aufgezählten  verwenden,  dann  wäre  der  brennende
Punkt,  auf  den  ich  hindeuten  möchte,  zum  mindesten  verdeckt;  näher
gehe  ich  auf  diesen  Nebenfall  nicht  ein.  Aber  hier  sind  „Begriffe“  und
„Tatsachen“  offenkundig  im  Gegensatz  gemeint;  weshalb  müssen  nun
die  „Grundbegriffe“  von  der  Stelle  aus  und  gleichsam  ohne  Rest  in
den  „Grundtatsachen“  aufgehen?  Freilich,  dieser  Tatbestand  selbst
befremdet  uns  als  Nationalökonomen  ungleich  weniger,  oder  einfach
gar  nicht,  während  umgekehrt  jene  Frage  das  Befremdende  sein  muß.
Die  letztere  stört  eben  unser  fachliches  Denken  aus  lieben  Gewohnheiten ­
  auf.
Ein  bloßer  Zufall  dabei,  daß  sich  die  Tatsachen,  die  man  aus
besserem  Wissen  hinter  den  aufzählenden  Worten  der  „Grundbegriffe“
fände,  gleich  auch  als  „Grundtatsachen“  entpuppten,  solch  merkwürdiger
Zufall  ist  wohl  ausgeschlossen.  Er  träte  so  ein,  daß  sich  an  gewissen
Worten  herzählbare  Begriffe  um  ihrer  Begriffsnatur  willen  als  „Grundbegriffe“ ­
  ausweisen  könnten,  andererseits  aber  just  die  Tatsachen,  die
man  an  Stelle  von  Begriffen  hinter  den  nämlichen  Worten  zu  erkennen
glaubt,  um  ihrer  Tatsachennatur  wieder  als  „Grundtatsachen“.  So
meint  es  auch  Dietzel  keinesfalls;  und  gewiß  nicht  allein  deshalb,
weil  ihm  solche  Erwägung  überhaupt  fernsteht;  in  der  Art  und  Unart
des  fachlichen  Denkens,  das  sich  arglos  seinen  Gewohnheiten  hingibt,
Unter  logischem  Gesichtspunkt  muß  man  aber  daran  festhalten,  daß
die  Zusammenfassung  von  „Begriffen“  als  „Grundbegriffe“  unbedingt
nicht  aus  Gründen  erfolgen  kann,  die  für  die  Zusammenfassung  von
„Tatsachen“  als  „Grundtatsachen“  entscheidend  sind;  zum  mindesten
dann  nicht,  wenn  man  „Grundbegriffe“  und  „Grundtatsachen“  überhaupt
nur  um  eines  Gegensatzes  willen  füreinander  ausspielt.
Kurz  und  gut,  wenn  man  die  nämliche,  wortgleiche  Aufzählung,
die  sonst  als  die  Zusammenfassung  „Grundbegriffe  gemeint  ist,  ohne
weiteres  auch  als  die  Zusammenfassung  „Grundtatsachen“  verfechten
darf,  dann  kann  der  Grund  der  Zusammenfassung  unmöglich  bei  der
Natur  des  Aufgezählten  beruhen,  die  ja  hüben  und  drüben  als  eine
andere  gemeint  ist.  Der  Grund  dieser  Zusammenfassung  gleichen  Umfanges ­
  und  gleichen  Ausdruckes  —  „Grundbegriffe“,  „Grundtatsachen“
—  wird  unmittelbar  nur  dort  wurzeln,  wo  Gleichheit  zwischen  hüben
und  drüben  besteht;  und  das  gilt  für  das  Mittel  der  Aufzählung,
für  die  nackten  Wortei  Es  müssen  schon  die  Worte,  als
            
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