Full text: Wirtschaft als Leben

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,Die Herrschaft des Wortes“, 
genießen, die im wissenschaftlichen Sprachgebrauch durcheinander 
wirbeln. Es ist eben ein andersgearteter Vorzug, als ihn Worte ge 
nießen, die zwar auch Fachausdrücke vorstellen, für deren Dasein als 
Fachausdrücke aber eine wissenschaftliche Tat haftbar ist, als die ein 
führende; mag diese einführende Tat nun wirklich nachweisbar sein, 
oder nur daraus anzunehmen, daß ein solcher Ausdruck die wissen 
schaftliche Prägung verrät. Solche Worte sind demUrsprung nach 
Fachausdrücke, und bedürfen dazu weder des Merkmales der Unent 
behrlichkeit, noch besonderer Häufigkeit der Verwendung. Jene Worte 
aber erweisen sich gerade erst durch die letzteren Merkmale als Fach 
ausdrücke 1 Denn einerseits sind es vollbürtige Kinder der lebenden 
Sprache, Worte, die dem grünen Leben entstammen, doch ohne daß ihr 
wissenschaftlicher Gebrauch in jenem Sinne nur ein bildlicher ist, wie 
es etwa für den sprachwissenschaftlichen oder den mathematischen 
Fachausdruck „Wurzel“ zutrifft. Andererseits aber ist es jenen Worten 
als Fachausdrücken wesentlich, daß keinerlei wissenschaftliche Tat für 
ihre Einführung haftbar ist, weil die Wissenschaft immer schon mit 
ihrer Hilfe zur Tat schreitet. Alles dies ist ihre Artgemeinschaft, und 
sie läßt es nebenher auch begreifen, daß man über den Umfang dieser 
Art leicht etwas im Zweifel sein kann; so daß eine so gefügte Wort 
gruppe immer nur im Runden und Rohen feststehen mag. 
Dies fürs erste. Vorweisen lassen sich diese Dinge ganz flugs; 
man kann recht in Bausch und Bogen verfahren. Sie gehören ja sozu 
sagen der Gemeinen Erfahrung an; Erfahrung zwar in nationalökono 
mischen Dingen, aber hier rede ich ja überhaupt nur auf National 
ökonomie ein. Um Entdeckungen handelt es sich also wahrlich nicht. 
Lauter Tatbestände schlagen hier ein, wie sie dem Nationalökonomen 
näher gar nicht liegen könnten. Ihr Vorweis geschieht aber in logischer 
Absicht 1 Das Ergebnis, das sich von ihnen abheben läßt, wird zu einer 
Schlußfolge hinleiten, die wohl begründet sein will. Denn sie kommt 
mit Ansichten in Widerstreit, und wird sehr frühe schon gegen Ein 
wände zu verteidigen sein, hinter denen die herkömmlichen Anschau 
ungen stehen. Die letzteren aber lösen sich zum Teil von den näm 
lichen Tatbeständen ab, die vorläufig nur einfach dargelegt wurden. 
Zu einem solchen Widerstreit kann es trotz der gleichen tatsächlichen 
Grundlage kommen. Es macht eben einen Unterschied aus, ob sich 
unser Denken gleichsam nur dem Eindruck aus derlei offenliegenden 
Tatbeständen hingibt, oder ob es diese sachlich würdigt. Das 
letztere muß hier geschehen; und so ist es unter diesen Umständen 
nicht zu vermeiden, jene platten Dinge erst noch breitzutreten 1 
Zunächst über den Umstand, daß die fraglichen Worte nicht erst
	        
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