Full text: Wirtschaft als Leben

Über die „Grundbegriffe“ IV. 
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in die Nationalökonomie eingeführt worden sind, wie es sonst für Fach 
ausdrücke gilt. Man versuche doch, eine Erörterung auszusinnen, die 
man als eine nationalökonomische ansehen möchte, die aber von keinem 
jener Worte Gebrauch macht I Hier besonders muß an die fließenden 
Grenzen jener Wortgruppe gedacht werden, aus der manche Worte 
im gegebenen Falle ausfallen können, während andere zum Beispiel 
«Kosten“, „Reinertrag“, „Reichtum“ usw. usw. dafür einspringen, 
oder noch hinzutreten. 
Man darf aber gleich von einer Vielverwendung dieser Worte 
innerhalb der Nationalökonomie sprechen; ich meine natürlich im Ver 
gleiche von einer Erörterung zur anderen. Denn es versteht sich von 
selbst, der einfachen Zahl nach werden diese Worte selbst in einer 
nationalökonomischen Erörterung nicht annähernd so oft verwendet 
wie etwa die Worte „der“, „die“, „das“. Die Vielverwendung der 
letzteren Worte, darauf kommt es an, ist aber in keiner Weise für be 
stimmte Erörterungen bezeichnend. Während jene vergleichsweise 
Vielverwendung der fraglichen Worte ganz ausgesprochen ein äußeres 
Merkmal nationalökonomischer Erörterung darstellt. 
Beiläufig gesagt, was geben uns denn unsere herkömmlichen An 
schauungen an Wahrzeichen an die Hand, um eine gegebene Er 
örterung aus der Rückschau als eine nationalökonomische zu erkennen ? 
Auf die verschiedenen Definitionen, die sich mit den mancherlei Namen 
unserer Wissenschaft verknüpfen, greifen wir dabei kaum zurück. Sonst 
käme es leicht dazu, daß wir vor lauter Streit über das Entscheidende 
uicht zur Entscheidung gelangten. Notgedrungen sehen wir also ganz 
harmlos nach, ob da nicht über „wirtschaftliche Dinge“, oder über das 
«Güterleben“, oder über „Einkommensverhältnisse“, oder über „Wert- 
und Preisbewegung“ erörtert würde; oder über ähnliche Angelegen 
heiten. die ja alle darauf hinauslaufen, daß eine Vielverwendung der 
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Udiaui uiu*«““;“' zur Aussage dieser Er- 
Worte Platz greifen muß, deren wir ^ r ene s äußerliche Merkmal 
kennungszeichen nicht entbehren könn e^^ f ra glichen Worte — geht 
— die vergleichsweise Vielverwendung ^ e ; n her, die uns überhaupt 
also doch recht nahe neben den Mer ma die an einer Deutung 
verfügbar sind, von den Merkmalen a Entscheid praktisch gar 
so persönlicher Art hängen, daß sie ur Definitionen gilt, die 
nicht in Betracht kommen; wie es unleU ^^ hen . 
sich in unentschiedenem Kampfe gegenü er Eines der 
übrigens knüpfen auch jene Definit,onen -mntetens^n „ 
fraglichen Worte an; sei es „Wirtschaft 
oder „Gut“ 
oder „Arbeit“ 
*) Vgl. Wundt, Logik, II, 2, S. 499-
	        
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