Über die „Grundbegriffe“ VI.
”5
und Weise zu untersuchen, in der jene Aufzählung vollzogen wird;
wie es also zu einem wirklichen Beisammen der vielberufenen Worte
kommt.
Im Geiste der herkömmlichen Anschauungen müßten diese
Worte in dem Sinne zueinander kommen, daß vom wissenschaftlichen
Denken in tätiger Übung die „Grundbegriffe“ erkannt würden. Dann
wäre die einwörtliche Erklärung, die mit dem Wortlaut dieser Be
zeichnung vorliegen will, allerdings ernst zu nehmen. Das wissen
schaftliche Denken hätte sich dann wirklich dem Kern jenes Sach
verhaltes zugewandt, aus dem sich das auffällige Gebaren jener Worte
a ls eine ganz selbstverständliche Folge herleiten ließe. Demgegenüber
wird nun die Kritik einer anderen Möglichkeit nachforschen. Der
Vollzug der Aufzählung kann sich ja dem wissenschaftlichen Denken
schon aus den Verhältnissen der bloßen Worte aufzwingen; so zwar,
daß sich das wissenschaftliche Denken diesem Zwange beugen würde,
ganz unabhängig davon, was es hinter den aufgezählten Worten suchen
will und zu finden glaubt. Damit wäre aber bewiesen, daß die Be
zeichnung „Grundbegriffe“ nur ihrem W ortlaut nach mit dem Kern, in
der Sache jedoch bloß mit der Schale jenes Sachverhaltes zu tun hat; daß
sie somit die Artgemeinschaft der Eingeborenen Fachausdrücke nicht
wirklich erklärt, sondern einfach Kenntnis nimmt von ihr, unter der
Maske einer Scheinerklärung.
Für die Untersuchung scheint hier nur Ein Weg offen: nach
forschen, wann, wo, und wie einerseits jene Aufzählung ein erstes
Mal erfolgt, und andererseits die Bezeichnung „Grundbegriffe“ zuerst
verwendet worden ist. In Wahrheit ergäbe Das auch nicht den
geringsten Aufschluß 1 Nehmen wir zum Beispiel als ermittelt an,
daß jene Aufzählung schon öfters erfolgt wäre, ehe diese Bezeichnung
m it ihr in Verbindung gewesen. Damit läge noch nicht die Spur
eines Gegenbeweises gegen die Ansicht vor, daß jene W^orte im W^ege
einer richtigen Erkenntnis der „Grundbegriffe“ — das will sagen, von
etwas, das man so eben nennen dürfte — zusammenkämen. Die
stumme Aufzählung beweist ja nichts in Sachen der Sinnesmeinung,
in der man jene Worte zusammenbringen will. Allein, selbst diese
Sinnesmeinung gibt hier noch nicht den Ausschlag! Es sei umgekehrt
angenommen, daß jene Aufzählung von Anfang an nie ohne Hinzutritt
der Bezeichnung „Grundbegriffe“ erfolgt wäre; ja sogar nie ohne
sachliche Aussagen über Sinn und Geist dieser Bezeichnung. Damit
spräche sich die Sinnesmeinung des Aufzählens zwar mit einer Klarheit
aus, hinter welcher die nationalökonomische Wirklichkeit doch etwas
zurückbleibt. Aber selbst durch diese Annahme, die für sie zweifellos