Full text: Wirtschaft als Leben

n6 
,Die Herrschaft des Wortes“, 
die günstigste ist, wäre jene Ansicht noch nicht gerettet. Denn auch 
mit dieser Annahme müßte die Kritik zu rechnen vermögen, und es 
muß ihr trotzdem der Nachweis gelingen, daß jene Aufzählung aus 
Verhältnissen der bloßen Worte heraus erzwungen ist. Dieser Nachweis 
wäre ja gar nicht vollständig, wenn nicht aus ihm zugleich verständlich 
wird, daß auch die erzwungene Aufzählung stets in einer Sinnes 
meinung erfolgen muß, die unter den einmal gegebenen Umständen 
nach jener Bezeichnung greifen läßt; so zwar, daß es nur mehr an 
der Selbstbesonnenheit des Denkens hängt, ob man diese einwörtliche 
Aussage hinterher zu einer vielwörtlichen zu erweitern sucht. 
Man sieht, innerhalb dieses Streites geht den Tatsachen des 
„Schwarz auf Weiß“, die immer nur den einzelnen Fall vertreten 
können, gleichsam der Atem der Beweiskraft aus. Unter Bezug auf 
den einzelnen Fall wird die Deutung alles, die Tatsache nichts. Es 
muß daher der Anhalt bei Erwägungen gesucht werden, die unentwegt 
auf das Ganze der einschlägigen Verhältnisse gerichtet sind. So gehe 
ich sofort zur entscheidenden Betrachtung über, ob die Artgemeinschaft 
der Eingeborenen Fachausdrücke das Zeug in sich hat, um sich schon 
als das Verhältnis der bloßen Worte dem wissenschaftlichen Denken 
so aufzudrängen, daß es in irgendeiner Sinnesmeinung früher oder 
später zu einer Aufzählung jener Worte kommen muß. Über diese 
Sinnesmeinung wird dann an zweiter Stelle zu handeln sein. 
Zum Vergleich einen Seitenblick auf jenen Zusammenhalt unter 
den nämlichen Worten, den schon ihre „innere Sprachform“ knüpft. 
Artmerkmal ist hier das Anklingen von Sorge und Mühen des täg 
lichen Lebens. Aber dieser Zusammenhalt bringt sich nicht aus 
eigener Kraft zur Geltung. Jenes Artmerkmal kann immer erst durch 
den Vergleich dieser Worte untereinander auffallen. Dazu müssen 
doch diese Worte schon beisammen sein; oder man müßte die Absicht 
durchführen wollen, gleich den ganzen Wortschatz der Sprache nach 
solchen Anklängen zu ordnen. Somit bietet diese Artgemeinschaft zu 
einem Zusammenstellen dieser Worte so wenig den ursprünglichen 
Anlaß, daß sie überhaupt erst zu erkennen ist, nachdem von diesen 
Worten einige schon beisammen sind; dann könnten natürlich die 
übrigen hinzugesucht werden, durch prüfenden Abgleich an dem 
Stamm der Aufzählung. Und dazu nun das Gegenstück, der Zusammenhalt 
der nämlichen Worte, als Eingeborene Fachausdrücke der National 
ökonomie. 
Da beruht die Artgemeinschaft auf dem gleichen Gebaren in 
mitten der Nationalökonomie, wie es diese Worte erkennen lassen, 
gleichgültig, was immer ihr geistiger Gehalt sei. Die Artmerkmale
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.