Full text : Wirtschaft als Leben

Haushalten  und  Unternehmen,  XV.

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Durch  die  Formel  X  wird  das  Zuständliche  Gebilde  einseitig  von
der  Not  her  erfaßbar;  stellt  es  sich  daraufhin  etwa  als  „Wirtschaft“
darf  Für  das  urwüchsige  Denken  eröffnet  sich  hier  tatsächlich  die
Möglichkeit,  das  Wort  „Wirtschaft“  zu  verwenden.  Mit  diesem  Worte
ist  es  um  kein  Haar  besser  bestellt  als  mit  dem  Worte  „Wirtschaften“,
und  mit  allen  anderen  abgegriffenen  Münzen  des  Gedankenverkehrs
lm  Alltage.  Vom  Boden  jener  Verwendung  aus  erscheint  „Wirtschaft“
uls  die  gedankliche  Volksausgabe  des  Zuständlichen  Gebildes,  sofern
es  nicht  von  der  Macht  her  betrachtet  wird.  Es  bildet  jedoch  eher
das  letztere  die  Regel,  weil  eben  schon  der  Handelnde,  als  solcher,
vielfach  an  der  juristischen  Denkweise  krankt;  da  wirft  die  Sorge  um
die  Regelung  des  Handelns,  die  von  dem  Wunsche  seiner  Andauer
unzertrennlich  ist,  schon  in  das  grünste  Leben  ihre  Schatten  hinein.
So  erhält  es  seinen  eigenen  und  tieferen  Sinn,  die  Worte  „Wirtschaft“
und  „Recht“  zu  paaren.  Im  übrigen  ist  auch  der  Ausdruck  „Wirtschaft“ ­
  viel  zu  flatterhaft,  um  ihn  getrost  auf  eine  ganz  bestimmte
der  Verwendung  festzulegen;  noch  dazu,  wenn  er  in  der  ganzen
Nachbarschaft  verwendbar  bleibt.  Es  gilt  von  allen  Worten  dieses
c  la £ es .  daß  sie  gleichsam  zu  schänden  gedacht  sind.  Der
a g  selber  verwendet  sie  zu  vielfach,  und  die  Theorie  hat  ihnen
un  ert  Definitionen  angehängt.  Für  einen  ehrlichen  Namendienst
taugen  sie  nichts  mehr.

Anmerkung:  Diese  kleinlichen  Erörterungen  waren  nicht  zu  vermeiden.
ra  e  das  freibewegte  Denken  spottet  im  allgemeinen  der  Sorge  um  den
muhten  ^ amen -  Es  kennt  ja  die  Furcht  vor  dem  Worte  nicht,  die  sich  daverrät.
  Es  herrscht,  und  die  Worte  dienen  ihm;  es  spannt  sie  über-^
  F  11  ur  als  richtige  Namen  vor,  statt  ihnen  definierend  nachzukriechen,
man  vergesse  nicht,  daß  hier  die  Majestät  des  Schlüsselwortes
,  lte  >  mit  ihm  und  seiner  Sippschaft  kam  die  Sache  hier  in  engste
^  run g-  Da  war  gute  Gelegenheit,  neben  die  grundsätzliche  Abkehr  von
Wo  t ”^ e * tWOrten “  auc h  den  Hinweis  zu  stellen,  wie  schlecht  sich  just  diese
e  mit  den  bescheidensten  Ansprüchen  an  Schärfe  und  Klarheit  vertragen.
nicht  k le * n hch  sich  diese  Erörterungen  trotzdem  ausnehmen,  man  darf
Th  VCr S essen ,  daß  sie  dazu  dienen,  zahllosen  Kleinlichkeiten  der
daß 60116  ^  Wasser  von  der  Mühle  zu  leiten.  Der  Laie  ahnt  freilich  nicht,
darin™ 111  ^  Wissensc haft  des  Alltäglichen  vielfach  immer  noch  „Theorie“
begriffi- rbllCkt ’  fÜr  dIe  vorhandene  Anzahl  von  Wortlivreen  stets  wieder  neue
Theorien^ 6  ^' eners<dla ^  anzuwerben;  an  der  Hand  von  Definitionen  und
Theorien'  Um  ^  niemand  weiter  schert  als  jene  Anderen,  die  fremde
n  und  Definitionen  nötig  haben,  um  zur  Güte  der  eigenen  doch  etwas
            
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