Full text : Wirtschaft als Leben

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,Die  Herrschaft  des  Wortes“,

die  unzerfällende  Erkenntnis  ihre  nicht  zu  verkennende  Bedeutung:  die
Auferstehung  des  Geschehens  aus  den  Gräbern  des  materialisierenden,
verknöchernden  Wortesl  Und  so  auch  im  hier  gemeinten  Falle.  Es
müßten  eben  die  schlichteren  Fälle  der  Umformung,  es  müßte
„Geschehnis“  und  müßten  alle  Arten  „Vorgänge“  und  „Bestände“  zuerst ­
  im  klaren  sein;  und  auch  die  Weise,  wie  sie  in  bunter  Menge  dem
Zuständlichen  Gebilde  eingefügt  sind.  Dann  erst  kann  erhellen,  wie
buchstäblich  das  Zuständliche  Gebilde,  mit  seinem  ganzen  Um  und  Auf,
nichts  als  eitel  Geschehen  ist.  Nur  eben  in  Einheit  erlebtes
Geschehen!  Um  dieser  Einheit  willen  formt  dann  unser  Geist  jenes
Etwas,  das  nicht  „ist“,  und  noch  weniger  bloß  „gilt“;  das  auch  nicht
„geschieht“,  nicht  „besteht“  und  nicht  „vergeht“,  sondern  „fortbesteht“: ­
  an  eine  innere  und  an  äußere  Bedingnisse  gebunden.
Es  gilt  zwar  auch  vom  Organismus,  daß  er  in  diesem  Sinne
„fortbesteht“.  Auch  schließt  solche  Art  Gegenständlichkeit  da  wie
dort  den  umgliedernden  Wandel  in  sich.  Allein,  der  Organismus  ist
wahrlich  nicht  eitel  Geschehen.  Um  die  Einheit  des  Geschehens  schlingt
sich  bei  ihm  ein  „körperliches  Band“;  als  das  laufende  Tier,  als  die
treibende  Pflanze,  ist  er  uns  anschaulich.  Aus  dem  Gesichtspunkte
der  Einheit  kommt  hier  das  Geschehen  nur  in  seiner  Beziehung  auf
das  Sein,  nur  als  „Funktion“  zur  Geltung;  und  so  betrifft  auch  die
Entwicklung  hier  den  „Körper“  —  „spezifische  Formgestaltung“.  Und
noch  in  einem  anderen  Sinne  gähnt  zwischen  Organismus  und  Zuständlichem
  Gebilde  eine  unüberbrückbare  Kluft.  Es  mag  das  erobernde
Denken  in  die  innere  Bedingnis  der  Einheit  „Organismus“  tief  und
tiefer  eindringen,  das  letzte  Wort  dieser  Bedingnis  flüchtet  vor  dem
Eindringling  zurück!  Die  Bedingnis  im  Zuständlichen  Gebilde  ist  dagegen ­
  ein  recht  offenes  Geheimnis.  Im  stillen  weiß  jedermann  von
ihm.  Zwei  oder  drei  Förmelchen  zur  Erkenntnis  des  Alltäglichen  genügen
zur  Not,  um  es  auszuplaudern!  Aber  vorher  eben  einen  Blick  auf  die
Anlässe  jenes  Denkens,  das  sich  über  diesen  Formeln  läutert.

BL
Ich  streife  hier  die  Frage,  in  welchen  Spielarten  gegenüber ­
  der  Welt  des  Handelns  Erkenntnis  möglich  ist.  Es
handelt  sich  nur  um  erfahrungswissenschaftliche  Erkenntnis:
eine  Erkenntnis,  die  einen  unserem  Denken  gegebenen  Stoff  erledigt
ohne  diese  Erledigung  von  Haus  aus  unter  einen  Gesichtspunkt  z u
stellen,  der  nicht  aus  ihr  selber  entsprungen  ist!  Für  den  Gegensatz
            
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