Full text : Wirtschaft als Leben

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Ausblicke,  IV.

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um  kein  Stück  näher  kommen,  solange  wir  sie  zu  buchstäblich  nehmen;
solange  unser  rückschauender  Blick  zähe  am  grünen  Handeln  klebt.
Wenn  wir  nur  ein  einziges  Menschenleben  in  diesem  Sinne  entfalten
wollten,  und  nur  in  der  allernächsten  Verflechtung  mit  dem  fremden
Handeln,  vielleicht  reichte  wieder  ein  ganzes  Menschenleben  nicht  aus,
um  des  anderen  Herr  zu  werden  1  Wobei  wir  natürlich  von  allen
Schwierigkeiten,  die  „Tatsachen“  zureichend  zu  sichern,  einfach  wegdenken ­
  müssen,  sie  als  gelöst  annehmen  dürfen.  Nur  die  Aufgabe
fällt  in  Betracht,  im  rückschauenden  Denken  jenes  unendlich  dichte
Flechtwerk  zu  beherrschen,  in  alle  Verknüpfungen  zu  verfolgen,,  das
sich  im  Erleben  selber  durch  das  lebendige,  am  Handeln  selbst  beteiligte
Denken  hindurchgezogen  hat;  und  für  dieses  lebendige  Denken  in
jener  harmlosen  Weise,  die  unablässig  für  unser  eigenes,  unserem
eigenen  Handeln  verwachsenes  Denken  in  Geltung  steht.  Diese  Au
gäbe  muß  man  sich  in  ihrer  ganzen  Schwere  Vorhalten.  Und  dabei
handelte  es  sich  nur  um  einen  zitternden  Tropfen  aus  der  unendlichen
Flu t;  während  auf  der  anderen  Seite  die  Schwierigkeiten  in  mehr  als
geometrischer  Progression  steigen,  wollte  man  die  Aufgabe  erhöhen.
Denn  mit  der  Menge  des  überschauten  Geschehens,  dem  man  immer
uoch  ins  einzelste  zu  folgen  suchte,  steigert  sich  der  Zusammenhang
ins  Ungemessene.  Kein  Zweifel  also,  daß  unser  Denken  da  ein
kürzendes  Verfahren  einschlagen  muß.  Es  kann  nur  über  lauter
Zugeständnisse  hinüber  den  Grundsatz  retten.
Hier  poche  ich  nochmals  auf  das  Recht,  die  Aufgabe  des  unzerfallenden ­
  Denkens  aus  der  Eigenart  seines  Stoffes  herzuleiten,  ohne
Rücksicht  darauf,  in  welchem  Sinne  und  Grade  dieser  Stoff  der
Forschung  erreichbar  ist  Es  sei  für  einen  Augenblick  Denken,
Erkenntnis  und  Forschung,  im  Bilde  auseinander  gehalten  als
eine  handelnde  Person,  ihr  Streben,  und  ihr  Handeln.  Nach  seinem
Bezug  auf  die  Forschung,  auf  das  Handeln  im  Dienste  der  Erkenntnis, ­
  erscheint  jeder  Stoff  unseres  Denkens  jeweilig  als  „Material  .
Als  Material  gebärdet  sich  der  Stoff  des  unzerfällenden  Denkens
a uch  ganz  anders,  denn  als  solcher  selbst.  Der  Lebensstrom  verrauscht;
bloß  ein  armselig  Bruchteil  der  Erlebnisse  überdauert  sich  selber,  und
erscheint  im  Gewände  der  Überlieferung,  welcher  Art  immer  diese  sei,
al t s  »Tatsachen“.  Das  ist  hier  das  Wenige  vom  grünen  Handeln,  das

Sfeichsam

in  den  Herbarien  des  Schrifttums  aufbewahrt  bleibt.

MV  n  *****  *»
——  sch iecht  und  recht  mit  diesen
Die  Forschung,  das  ist  klar,  stellvertretenden  Wirkbloßen ­
  Mittlern  des  Stoffes  abfinden.  bemerkt  sind  z.  B.  alle
lichkeit  der  Tatsachen“.  In  der  Klamm  Erlebtes  verbucht;
o  .  .  ,  Ahart  Wie  SICH
Satzungen  eine  eigentümliche  >
            
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