Full text : Wirtschaft als Leben

Ausblicke,  III.

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zieht,  indem  ich  es  kennen  lerne,  die  nämlichen  Erfolge  auch  auf
anderen  Wegen  zu  erstreben,  alles  das  läßt  sich  nicht  in  Kürze  ausführen. ­
  Aber  ungefähr  in  diesem  Sinne  ist  alle  Naturwissenschaft  nur
eine  folgerichtig  erweiterte  und  geläuterte  Art,  wie  im  Handeln  selber
schon  zerfällend  gedacht  wird.  Die  Naturwissenschaft  stellt  sich  also
unter  jenes  Handeln,  über  das  sich  nur  die  unzerfällende  Erkenntnis,
als  solche,  gebietend  hinaushebt!  Wo  immer  ich  jedoch  der
Einheit  des  erlebten  Geschehens  um  einen  noch  so  kleinen  Schritt
uäher  komme,  da  ist  nicht  bloß  in  der  Form  für  meine  Erkenntnis
mehr  gewonnen.  Aller  Zusammenhang,  den  ich  im  Handeln  erschließe,
>m  Sinne  seines  Mitlebens  und  Nachlebens,  lehnt  sich  an  das  Vorbild
deines  eigenen  Handelns  an,  dessen  Zusammenhang  ich  unmittelbar
em P  find e .  Und  dieses  Mitschwingen  eines  Empfindens,  dessen  wir
uns  s °  gewiß  sind  wie  unseres  eigenen  Ichs,  das  macht  die  unzerfällende ­
  Erkenntnis  auch  zu  einer  innerlich  höheren;  sie  ist  ganz
anders  eine  befriedigende.  Unter  der  Voraussetzung  natürlich,
daß  ich  mich  da  und  dort  mit  der  Erfahrung  auf  gutem  Fuße  weiß!
| n  ^tzterer  Hinsicht  scheint  ja  ein  Vorsprung  der  zerfallenden  Eruntnis
  vorhanden;  so  wesentlich  ist  er  sicher  nicht  da,  um  es  für
einen  schlechten  Witz  der  Sprache  anzusehen,  wenn  sie  z.  B.  umgekehrt
^ch  das,  was  uns  in  der  Natur  für  gewiß  gilt,  als  „Tatsache“  lallt.
g Cr  Vorsprung,  den  das  „Greifbare“  gewährt,  liegt  ganz  wo  anders.
r  erleichtert  der  Naturwissenschaft  in  beneidensselh
 rte - m  Grade  den  U m gang  mit  Wortenl  Für  die  Forschung
er  ist  da  zwischen  Wort  und  Gedanke  immer  ein  Drittes  vori?
 1S  ar ’  grundsätzlich  wenigstens.  Und  so  ist  der  Naturforscher  in  der
macht 1Cdlen  Ga ^ e ’  i ener  hergebrachten  Logik,  die  ein  System  daraus
’  u nser  Denken  dem  Worte  zu  beugen,  in  ihren  Anmaßungen
£  geg enz utreten,  weil  er  ihr  jederzeit  das  „greifbare  Dritte“  an  den
°P  werfen  kann.

.  •  v  an  einer  Obergrenze
Alles  Streben  nach  Vereinfachung  ^„ptotisch“;
tot.  Dieser  Obergrenze  nähert  sich  m el bt  es  natürlich  geboten,  stetig
dem  naturwissenschaftlichen  D  e  n  k  e  n  ^  jedem  greifbaren  Fortiiber ­
  sich  selber  hinauszustreben.  ”  ^  angeschnitten,  für  die
schritt  ist  dann  gleichsam  eine  neue  y  ^  Aber  diese  bleibt  gelten  1
sich  die  „asymptotische“  Näherung  au  ns  Einheit  als  völlig
Wann  aber  dürfte,  rein  der  Vorstellung  n vers ’ chlungen(  w i e  jene  der
erschlossen  gelten,  so  unendlich  w  S1C  ^  nicht  daß  der  unzer-Welt
  des  Handelns  1  Allein,  »ergesse“  V'„ leicbs am  unter  den  Händen
fällenden  Erkenntnis  ihr  lebendiger  bto  &  bietet  er  unaufhörlich
weiterwuchert.  In  seiner  fortlaufenden  Er  e  u
            
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