Full text: Wirtschaft als Leben

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,Dic Herrschaft des Wortes“, 
Erkenntnisaufgabe dieser Wissenschaften zusammen: das Erfassen der 
All-Einheit. Bei der berichtenden Wissenschaft geschieht es eben an 
der Hand des Berichtes, bei der schildernden an der Hand 
der Schilderung, daß unserem Verständnis jene All-Einheit näher 
geführt wird. Dort wird der Bericht, hier aber die Schilderung gleichsam 
zum Rückgrat. Diese Scheidung ist notwendig, weil sich der Allzu 
sammenhang bloß auf die eine, oder auf die andere Weise so er 
schließen läßt, daß er eine Sache unseres Verstehens wird. Unserem 
Geiste ist es einmal nicht gegeben, die Welt des Handelns in ihrem 
Allzusammenhang anders zu meistern, denn im bloßen Aufriß, oder im 
bloßen Grundriß. Das sind die Bilder der hier unvermeidlichen Ver 
einfachung; jener Vereinfachung, die nichts mit der naturwissenschaft 
lichen gemein hat, weil sie nicht auf das Erfassen des Einerlei, sondern 
auf das Erfassen der Einheit zugespitzt erscheint. Von diesen bloßen 
Bildern dringe ich nun in beiden Richtungen rasch zur Sache vor. 
Zunächst über die berichtende Wissenschaft. Im Grundsätze 
folgt da unser Blick dem Geschehen in seiner Erlebtheit, dem grünen 
Handeln, das von Determinanten der mannigfachsten Art — sinnlicher, 
seelischer, zuständlicher Natur — umrahmt erscheint, zwischen denen es 
sich, ewiglich von Streben zu Erfolg fließend, durchwinden muß. Es 
liegt also nahe, wie sich hier die All-Einheit im Grundsätze erschließt: 
als jenes, längs dem Zeitenlaufe gesponnene Netz von Handlungen, 
mit dem wir das derbste Geäder im Allzusammenhang überblicken. 
Aber wie es nicht anders möglich ist, befleißigt sich unser rück- 
schauendes Denken, das auch in der Wissenschaft rege ist, aller 
Umformungen, die schon dem lebendigen Denken geläufig sind, 
dem am Handeln selber beteiligten. Dazu gehört vor allem die Stücke 
lung des erlebten Geschehens zu aller Art „Geschehnissen“, und deren 
Verschmelzung zu aller Art „Vorgängen“; dazu treten auch alle „Be 
stände“ und „Fortbestände“: Lauter Umformungen, für welche das 
„Zuständliche Gebilde“ das einzig deutlicher berührte Beispiel bleiben 
darf, weil es sich einfach um die „Kategorien“ handelt, in 
denen wir im Leben selber über das Leben denken. Hier 
im Augenblick kommt es nur auf ihre rohe Gesamtheit an, und so 
genügt es, wenn von den Einzelheiten nur die bloßen Gattungsnamen 
aufflattern. Denn es fällt diese Gesamtheit ja mit der schlichten Mög' 
lichkeit in eins, über unser Handeln überhaupt sprechen zu können- 
Auf dieser Möglichkeit ruht auch die berichtende und die schildernde 
Wissenschaft. 
Es kehren sich aber jene Umformungen nicht bloß gegen das 
erlebte Geschehen selber, gegen das persönliche Handeln, sondern auch
	        
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