Full text : Wirtschaft als Leben

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,Die  Herrschaft  des  Wortes“,

sie  definiert  sein  mögen,  treiben  sich  die  Worte  „Volkswirtschaft“  und
„volkswirtschaftlich“  schon  in  der  „Systematischen  Nationalökonomie“
herum,  und  so  wandern  sie  in  den  Alltag  hinaus,  der  ja  alle  rettenden
Worte  seiner  Wissenschaft  getreulich  übernimmt,  zum  Glück  auch
solche,  die  als  gesunde  Schlagworte  dienen  können.  Nebenaus  sei
erwähnt,  daß  sich  der  Ausdruck  „Weltwirtschaft“  mehr  nur  auf  jene
„Kette“  und  auf  jene  „Reihen“  bezieht;  in  ihm  spiegelt  sich  der
Gesichtskreis  des  „königlichen“  Kaufmannes.
Soweit  die  äußerlichen  Ansätze  für  jenen  Gedanken  der
„Volkswirtschaft“,  der  für  die  lebensvolle  Nationalökonomie  zur  Achse
geworden  ist.  Tieferen  Eindrucks  waren  auf  die  Dauer  wohl  die
Anregungen,  die  sich  mit  der  „staatsmännischen  Praxis“  ergeben
mußten.  Auch  dort,  wo  sich  die  Riesen  unter  den  Zuständlichen
Gebilden  ausgliederten,  war  Denken  dabei,  und  stets  um  einen  Schritt
voraus.  Das  war  in  nächster  Linie  Sorge  Jener,  die  als  Sachwalter  des
oberpersönlichen  Handelns  dieser  Gebilde  wirkten.  Diese  Sorge
vermochten  ihnen  später  Denker  von  Beruf  zu  erleichtern;  aber  sie
mußten  sich  auf  jeden  Fall  damit  abfinden.  Denn  jenes  „staatsmännische
  Handeln“  ist  besonders  noch  darin  ein  eigenes,  von  absonderlicher ­
  Determination  und  Verknotung  abgesehen,  daß  es  von
einem  Denken  spezifischer  Inhalte  getragen  wird:  ein  Denken  gleichsam
in  den  „höheren  Wirklichkeiten“  des  Reiches  der  Tat,  ein  Denken  in
Bausch  und  Bogen,  das  trotzdem  der  Gliederungen  nicht  übersehen
darf,  das  überall  durch  verwickelten  Zusammenhang  durchreißen  will,
ohne  die  Hauptadern  zu  verletzen.  Und  solchem  Denken  mußte  das
Handeln  selbst  zur  richtigen  Zeit  einen  Inhalt  aufdrängen,  der  in
der  Art  jener  theoretischen  Umformungen  gebildet  erscheint.  Vom
Boden  unseres  gestaltenden,  umformenden  Geistes  aus  gesprochen,  hat
nun  das  fortschreitende  Ausgliedern  dieser  Gebilde  dem  nachdrängenden ­
  Alltag  immer  neue  Bahnen  geebnet  nach  den  Engpässen  des  oberpersönlichen ­
  Handelns;  es  sind  da  auch  „Bahnungen“  geschaffen
worden  —  „Volksimpulse“.  Wo  nun  die  Spannung  der  Zusammenhänge ­
  eine  so  fühlbare  wurde  und  somit  das  massenhafte  Geschehen
aufdringlicher,  da  mußte  sich  das  Zuständliche  Gebilde  auch  in  Abstraktion ­
  von  juristischer  Erfassung  nahelegen.  Das  ergab
ein  Theorem,  das  sich  durch  den  Ausdruck  „Staatswirtschaft“
bezeichnen  ließe  —  etwas  anderes  als  die  „Finanzwirtschaft“,  die  ja  bloß
im  großen  ist,  in  der  entsprechenden  Abwandlung,  was  auch  d er
Alltag  im  kleinen  kennt.  Jener  Ausdruck  empfiehlt  sich,  weil  d* e
Umformung  hier  über  den  Inhalt  „Staat“  geht,  wie  ihn  juristisches
Denken  vorher  gestaltet  hat.  Die  „Staatswirtschaft“  wäre  dann  so  weit
            
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