Abschnitt VI.
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Standpunkt. Das muß gesagt werden, weil man gerade jene, die
aus geläuterten Gründen das gute alte Recht der Historie verteidigen,
als die Biedermeier, als die Erkenntnisbureaukraten hinstellt, die nicht
höher als auf das Bestehende schwören.
Hieraus will nun das Zeitgemäße jenes vierten Problems von
den Grenzen der Geschichte verstanden sein. An sich ist es durchaus
nicht so hoch und keck gegriffen, wie es den Anschein hat. Es liegt
in der schnurgeraden Verlängerung jener geistigen
Bewegung. Denn je schärfer die Trennung offenbar wird, die in
mitten der Erfahrungswissenschaft klafft, desto näher muß die Frage
rücken, ob nicht auch jenes letzte Band, das da irgendwo über dem
„älteren Diluvium“ geknüpft wäre, nur ein scheinbares sei. Also
ist unser Problem nur eine Art Schlußglied in der ganzen Ent
wicklung. Aber vielleicht bringt erst dieser Abschluß den richtigen
Eindruck der ganzen Bewegung in Gang. Denn jenes Problem und
seine sakrosankte Lösung zur Diskussion stellen, das ist Stoß, nicht
mehr bloße Parade. Und wahrscheinlich tut gerade das not. Die
defensive Kampfesweise verfängt nicht recht: gehen wir also zur
Offensive überl