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Anhang.
Industrie: Schmelzhütte der American Smelting and Refining Co.
1924: 2127 kg Gold, 345.745 kg Silber, 3,856.365 kg Blei, 12,147.428 kg
Kupfer, ca. 1200 Arbeiter), kleinere Fabriken, Heimarbeit: feine Seiden-
auszieharbeiten, Sarapes, in der Hauptstadt gleichen Namens (48.000 Ein-
wohner).
Handel: Ausfuhr von Metallen, Mais, Bohnen, Früchten, Trauben.
Einfuhr: Maschinen, Eisen- und Textilwaren, Schokolade, Vanille, Kaffee
"aus der Huasteca Potosina).
Zentralbahn und Bahn nach Tampico.
Baja California (Niederkalifornien), 1100 km lange, bis über 300 km
breite Halbinsel, politisch geteilt in ein Nordterritorium (70.017 km?
mit 30.309 Einwohnern, 0:4 Pro km”. Hauptort Ensenada, 2170 Einwohner,
Freizollhafen) und ein Südterritorium (74.074 km? mit 39.294
Einwohnern, 05 pro km®, Hauptort La Paz, 5536 Einwohner, Freizoll-
hafen). Klima vorwiegend trocken (Regenfall in Ensenada, in 31° 51’ n. Br.,
15m ü. M. an der Südsee gelegen, 306 mm im Jahr, Hauptniederschlag im
Februar 682 mm, geringster im Juni 1:0 mm, im Frühjahr viel Nebel; in
La Paz 24° 10’ n. Br., 12 m ü. M., am Kalifornischen Golf, 166 mm im
Jahr, Hauptniederschlag im August 536, März bis Mai regenlos, mittlere
Jahreswärme 282° C, August 279°, Dezember 181%),
Gebirgig (bis über 3000 m), zahlreiche Terrassen, Erdreich vielfach
in Talböden hinabgeschwemmt, wo aber der Grundwasserstrom oft aus-
reicht, um Zuckerrohrpflanzungen zu ermöglichen. Die Täler führen nur
nach Regen Wasser, Die einst von Mönchen angelegten Stauanlagen sind
verfallen, aber im Norden sind seit Anfang des 20. Jahrhunderts (im
Becken des Colorado um Mexicali) große Bewässerungsanlagen gemacht
worden, die intensiven Anbau von Weizen und Baumwolle ermöglichen.
Die natürliche Vegetation ist meist dürftig; oft Dickichte von Sträuchern,
Kakteen, Agaven; in östlichen Talrissen oft dichte malerische Vegetation:
Kakteen, Fächerpalmen (Washingtonia Sonorae). Auf der entfernt
ijegenden Insel Guadelupe gibt es viele verwilderte Ziegen.
Bergbauerzeugung 1924: 5 kg Gold, 7,865.000 kg Kupfer (letzteres
besonders aus dem Distrikt Muleg6), Goldwäschereien in der Sierra
Pintada zwischen 27 und 28° n. Br. auf der Westabdachung,
Landbesitzverteilung 1910: 1111 Grundbesitzer, 882% der land-
dewohnenden Familienhäupter ohne Grundbesitz. 1915—1923 7 Gemeinden
mit Ejidos bedacht.
Landwirtschaft: im Norden Weizen (1924: 11% Millionen kg) und
Baumwolle, Henequen (1922: 130.000 acres, mit amerikanischen Dampf-
pflügen und Maschinen vorwiegend durch Chinesische Arbeiter bearbeitet)
and bei Ensenada, wo auch Wein gedeiht; im Süden Datteln (100 t),
Feigen (150 t), Weinbeeren (129 t) (1921), Zuckerrohr, Mais, Bohnen. Vieh-
zucht 1924: 40.375 Rinder, 3681 Pferde, 2833 Maultiere, 4737 Schweine.