Full text: Wirtschaft als Leben

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,Die Grenzen der Geschichte“, 
an die Seite stellen. Es ist auch keineswegs der Hilfe ebenbürtig, die 
alle historische Zeitbestimmung an den überlieferten Jahreszahlen 
findet, wenn sich auch metahistorische Datierungen gelegentlich 
durch ein isoliertes Verfahren ermöglichen: eben durch Schlüsse in 
bezug auf die Zeitdauer von Prozessen. Denn auch dabei entrinnt die 
Metahistorie nicht dem Fluch des Analogieschlusses 1 Entscheidend 
aber für die Artung der metahistorischen Datierung ist jene relative 
Zeitbestimmung, die mit dem metahistorischen Systeme 
selber vorliegt: die Aufeinanderfolge, die sich in den „Epochen“ 
und „Stammbäumen“ zum Ausdruck bringt. Diese relative Zeit 
bestimmung ist das Fundament der absoluten, weil ja alle Schlüsse, 
die zu absoluten Zeitangaben führen, von dem Verhältnis des Vorher 
und Nachher ausgehen müssen, wie es mit dem metahistorischen 
Systeme selber fixiert ist. Weil aber dieses Vorher und 
Nachher selbst nur aus innerer Wahrheit des Systems 
Gültigkeit besitzt, ergibt sich das gleiche auch für 
alle metahistorischen Zeitbestimmungen; von jenen 
historischer Provenienz abgesehen, die als Anhaltspunkte dafür 
dienen, um in das System relativer Zeitbestimmung absolute Werte 
einzuführen. Und damit erhellt der prinzipielle Abstand zwischen 
historischer und metahistorischer Datierung. Alle historischen 
Jahreszahlen, genaue und runde, erheben den befugten Anspruch, 
schlechthin um so wahrer zu sein, je gültiger die Forschung gearbeitet 
hat; sie alle sind echte Annäherungen an das absolut Gewisse. Alle 
metahistorischen Zeitbestimmungen, die vielberufenen Jahrmillionen 
der Geologie, können im vornherein nur von der inneren Wahr 
heit des metahistorischen Systems sein; und immer nur diese 
innere Wahrheit steigert sich, je gewissenhafter die Forschung gewaltet 
hat. Jede Annäherung an das absolut Gewisse aber bleibt für sie im 
Wesen ausgeschlossen. Man kann auch diese Zeitbestimmungen richtig 
nur aus dem Berufe der Metahistorie verstehen. Es sind bequeme 
Ausdrucksmittel für das zeithafte Ordnen der räum 
lichen Dinge, bündigste Weiser der Schichtung. In der 
Relation auf die Vergangenheit erscheinen somit die metahistorischen 
Zeitangaben wirklich nur als Rechenpfennige, wenn man ihnen 
gegenüber die historischen Jahreszahlen als klingende Münze auffassen 
will. Es ist ja nur natürlich, wenn diese metahistorischen Zeit 
bestimmungen auch bloß das sind, was die Aufschlüsse über die 
Vergangenheit sind, auf die sie sich beziehen: weder wahr noch 
falsch, vom historischen Standpunkte aus also absolut irrelevant 
— Luftl
	        
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