Full text : Wirtschaft als Leben

Anhang,  XXVIII.

441

geschehen  gemacht,  daß  man  das  naturwissenschaftlich  Erfaßte  noch
unter  sich  in  gedankliche  Beziehungen  bringt,  um  ein  Geschehenssystem ­
  zu  konstruieren;  dadurch  rückt  man  vielmehr  noch  um  einen
weiteren  Schritt  von  der  empirischen  Wirklichkeit  abl
Es  besagt  daher  jene  trügerische  Vorstellung,  als  ob  wir  dem  Geschehen ­
  hinter  den  „Epochen“  und  „Stammbäumen“  die  Zeugen
sein  könnten,  keine  schlichte  Fiktion;  nicht  das  Nichterlebte  wird  als
Erlebtes  fingiert.  Sie  besagt  einen  inneren  Widerspruch,  sie
täuscht  uns  das  Nieerlebbare  als  erlebbar  vor.  Damit  entfällt
der  Schein,  als  ob  die  Metahistorie  mit  der  empirischen  Wirklichkeit
auf  einem  vertrauteren  Fuße  stünde  als  die  Atomistik.  Beides  sind
in  der  Tat  konstruktive  Entfaltungen  der  Abstraktion  „Natur“;  die
eine  zeithaft,  die  andere  raumhaft.  Beider  Ergebnisse  sind  ohne
Wirklichkeitswert.  Wer  sich  dieser  Einsicht  verschließt,  wer  also
z.  B.  quand  meme  jenes  Mikroskop  erhofft,  das  uns  die  Atome  und
Molekeln  schließlich  doch  erblicken  ließe,  der  mag  auch  getrost  jenes
„Paläoskop“  abwarten,  das  die  im  Weltenraum  dahinfliehenden  Ätherwellen ­
  genügend  zur  Umkehr  zwingt,  um  uns  das  Geschehen  der  geologischen ­
  Jahrmillionen  vor  Augen  zu  führen,  und  so  das  Nieerlebbare
zum  Erlebnis  zu  machen  1

XXVIII.
In  solcher  Weise  könnte  es  uns  aus  seinen  letzten  Gründen  klar
werden,  warum  die  metahistorischen  Erge  msse  is  ° r
different  sind,  und  wie  sich  überhaupt  Historie  und  Metahistone  zu
einander  stellen.  Dann  wäre  auch  zur  Sache  unseres  ro
letztes  Wort  mögüch.  k  ängen  ergäbe,  kommt  die  land-Wie
  sich  aus  diesen  Geaaniceng  s  s  .  ,; e /4ien  Vorläufige
  „Lösung“  so  zustande,  daß  man  den  metah.stonache»  Vor
„  ,.  .  uitnphenden  Verarbeitung  der  em
Stellungen,  die  einer  weitgehen  ,  wirkl  ich keitspirischen
  Wirklichkeit  gleichkommen  Gesche hen,  das  man  den
geh  alt  zubilligt.  Man  sieht  al ®°  für  schlechthin  wirklich  an.
„Epochen“  und  „Stammbäumen  unter  g  ,  würde  es  an
Als  ein  sich  selber  genügendes  System  es  esc  metahicto
der  Vergangenheit  bauen.  Man  verkennt  eben  daß  dieses  “etahisto-•
  ,  „  s  L on  Sekundäres  ist,  wahrend  das
rische  Geschehen  etwas  ausgesprochen  0  ..  ....
Primäre  dazu  mit  dem  historischen  Geschehen  vorhegt,  weil  dieses
allein  der  empirischen  Wirklichkeit  gleichkommt  von  ihm  allein  alle
Erfahrung  gespeist,  alle  Beobachtung  und  Forsc  ung  getragen  wir
Im  Geiste  jener  Anschauungen  aber  wird  das  Sekundäre  zum  Primären,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.