Object: Preußisches Landbuch

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Zachertsche Stiftung zu Röbel (Osterburg), 
von dem Altsitzer Zachert (t 1842) begründet. Er setzte 200 Thlr- 
zu dem Zweck aus, daß von den Zinsen solche Kinder, die in Röbel 
geboren sind und von deren bedürftigen Eltern wenigstens der eine 
Theil noch am Leben und dort wohnhaft ist, in Kleidungsstücken, 
Büchern und sonstigen Bedürsnisien nach der Auswahl und dem Er- 
messen des jedesmaligen Orts-Vorstehers und Ortsgeistlichen unterstützt 
werden sollen. 
Zahn, 
s. Waisen- und Schul-Anstalt zu Bunzlau. 
Fr. Wilh. Zahn, 
Handlungs-Disponent zu Breslau (t 1863) hinterließ mehreren mil 
den Anstalten ansehnliche Vermächtnisse. So dem Blinden-Institut 
4000 Thlr., dem Diakonisienhause Bethanien 3000 Thlr., dem Kloster 
der barmherzigen Brüder 2000 Thlr., dem Hospital für hülflose Dienst 
boten 1000 Thlr., dem Kinder-Hospital zum heiligen Grabe 1000 
Thlr., dem Knaben-Hospital in der Vorstadt 1000 Thlr., dem Schiff- 
keschen Waisenhause 1000 Thlr., dem Augusten - Hospital 1000 
Thlr. rc. 
Marie v. Hale ska. 
(t 1860 in Berlin) setzte testamentarisch 500 Thlr. mit der Bestim 
mung aus, daß. deren Zinsen jährlich unter Fcuerleute, die beim 
Brande verletzt sind, und beziehentlich unter die Hinterbliebenen im 
Brande umgekommener Feuerleute vertheilt werden sollen. Die Ver 
waltung des Legats steht dem K. Polizei-Präsidium zu. 
Za nd er - Stiftung. 
Begründet 1858 bei Gelegenheit des 50 jährigen Dienst-Jubiläums des 
Kanzlers'v. Zander zu Königsberg. Kapital 4000 Thlr.; aus den 
Zinsen sollen zwei unbemittelte Referendarien Unterstützung erhalten, 
v. Zedli tz-Leipe, 
Rittergutsbesitzer zu Käntchen, schenkte (1864) der evang. Schule da 
selbst 100 Thlr. mit der Bestimmung, daß die Zinsen zu Weihnachten 
alljährlich zu Gunsten des Lehrers und der Schulkinder verwendet 
werden sollen. 
Zeidlersches Wittweiihanö zu Halle, 
von der Wittwe Zeidl er geb. Becker 1726 mit einem Hause und 
1000 Thlr. Kapital fundirt. In das Haus sollen vier arme Wittwen 
aufgenommen, und jeder, neben freier Wohnung, wöchentlich 5 Sgr. 
verabreicht werden. Seit 1827 werden die Wittwen in Krankheits 
fällen mit ärztlicher Pflege und außerordentlicher Unterstützung, auch 
wohl mit einem Zuschuß zur Anschaffung des Feuerungsmaterials ver 
sehen. Das ursprüngliche Kapital war durch das Hesfeschc Legat von 
50 Thlr. Cour., und durch das Gottschalksche von 500 Thlr. Gold, 
außerdem noch durch Ersparnisse im Jahre 1838 bis aus 2800 Thlr. 
gestiegen. (Koch II. 444.)
	        
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