Full text : Wirtschaft als Leben

Umrisse  einer  Theorie  des  Individuellen,  I,  B.

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wenn  es  überdies  als  empirisch  unersetzlich,  als  eigenartig  erkannt
würde.  So  stehen  auch  die  beiden  Merkmalsgruppen:  „unter  dem  so
und  sovielten  Grade  gelegener  Berg“  und  „1237  Meter  hoch,  kuppelförmig ­
  und  aus  Kalk“,  eigentlich  unbezogen  nebeneinander.  Beiden
ist  der  ausschließliche  Bezug  auf  ein  einziges  Konkretum  gemeinsam,
trotzdem  setzen  sie  sozusagen  nur  einen  Merkmalskomplex  zusammen. ­
  Es  gebricht  an  der  Ausgeglichenheit,  an  der  richtigen
Einheit  dieser  Merkmale,  die  eben  in  zwei  Gruppen,  jede  nach  einem
anderen  Sinn  hin,  auseinanderstreben:  Die  eine  Gruppe  nach
dem  Sinn  des  absolut  Unwiederholbaren,  die  andere  nach  jenem  einer
empirischen  Unersetzlichkeit  hin.
So  ersteht  die  Frage,  ob  es  nicht  zu  einer  Synthese  von

Eigenlage  und  Eigenart  kommen  kann,  auf  der  Grundlage  des
Stammbegriffs,  der  für  die  kategoriale  Einheit  einstünde.  Es  hat  also

das  idiographische  Denken  mit  dem  Sonderbegriff  offenbar  noch  nicht
sein  letztes  Ergebnis  erzielt.
B.  Der  Individualb  egriff.
Die  letzten  Elemente  aller  idiographischen  Erkenntnis  sind  notwendig ­
  nomothetischer  Natur;  das  spezifische  Element  dieser
Erkenntnis  aber  bleibt  der  Sonderbegriff,  auf  dem  sie  überall  fußt.
Nur  über  ihn  hinaus  liegen  jene  reiferen  Ergebnisse  der  Idiographie,
die  jetzt  unser  Problem  sind.  Im  Grunde  handelt  es  sich  also  um  die
logische  Ausgestaltung  des  Sonderbegriffes.  Dieser
stellt  das  unentbehrliche  Minimum  dieser  Begriffsbildung  vor,  gleichsam
den  idiographischen  Notbegriff;  nun  steht  seine  Ausreife  zum
Vollbegriff  in  Frage.  Die  Bildung  des  Sonderbegriffes  haben  wir
als  das  Singularisieren  des  Konkretums  gedeutet;  nun  kommt  es
darauf  an,  ob  sich  dem  bereits  Singularisierten  erst
noch  ein  besonderer  Charakter  abgewinnen  läßt.  Er
wird  sich  uns  mit  der  „Individualität“  der  Dinge  ergeben,  wie
sie  an  der  Hand  des  „Individualbegriffes“  erfaßbar  ist.  Der
letztere  stellt  dann  schon  die  logische  Ausgestaltung  des  Sonderbegriffes ­
  dar;  mit  der  ersteren  hat  sich  die  Synthese  von  Eigenart
und  Eigenlage  verwirklicht.  Den  Weg  dahin  aber  soll  uns  die
Einsicht  in  die  allgemeine  Natur  des  idiographischen
Denkens  weisen.

par  excellence,  nur  eine  untergeordnete  Rolle  bei
            
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