Full text : Wirtschaft als Leben

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,Zur  sozialwissenschaftlichen  Begriffsbildung“,

umfaßt;  mit  irgendeinem  anderen  Berge,  der  jedoch  selber  noch  dem
Y-Gebirge  angehört,  hat  er  wenigstens  von  letzterem  aufwärts  die
Reihe  gemein.  Zum  mindesten  aber  ist  es  der  Auslauf  im  Erdrund,
was  allen  Reihen  gemeinsam  ist,  so  daß  sie  insgesamt  in  radialer
Verbindung  stehen.  In  ihrer  Totalität  umspannen  diese  Reihen  alles,
was  überhaupt  an  geographischen  Individuen  erfaßbar  ist.  Soweit  man
also  hier  von  einem  großen  Ganzen  idiographischer  Ergebnisse  reden
darf,  stellen  jene  Reihen  den  durchgängigen  Zusammenhang
dieser  Ergebnisse  dar.  In  entscheidendem  Sinne  ist  dieser  Zusammenhang ­
  über  das  Erdrund  hinweg  geknüpft,  das  uns  irgendwie  —  dies
bleibt  auch  hier  noch  Problem  —  den  räumlichen  Allzusammenhang ­
  vertritt.  Auf  den  letzteren  gründen  also  in  solcher  Weise  alle
idiographischen  Ergebnisse  ihre  Einheit,  was  uns  im  Hinblick  auf  die
Natur  des  idiographischen  Denkens  völlig  plausibel  sein  muß.
Man  kann  hier  von  einer  Reihenbildung  sprechen,  ähnlich
gemeint,  wie  früher  die  Begriffsbildung;  nicht  also,  wie  diese  Reihen
im  tatsächlichen  Hergang  der  Forschung  gebildet  werden,
sondern  wie  sie  den  logischen  Verhältnissen  nach  gebildet  sind!
Soviel  ist  im  voraus  sicher,  daß  nicht  bloß  das  idiographische  Erkennen
diese  Reihenbildung  aufweist.  Es  ist  dies  ganz  im  allgemeinen
die  Form,  in  der  die  Ergebnisse  einer  und  derselben  Erkenntnisweise
unter  sich  Zusammenhängen.  Jede  Reihe  folgt  dabei  dem  inhaltlichen
Zusammenhang  der  Ergebnisse;  so  hängt  der  Begriff  „X-Berg“  seinem
Inhalte  nach  mit  den  Begriffen  „Plateau  von  D.“  und  „Höhenzug  A“
zusammen,  diese  ebenso  mit  dem  Begriffe  „Y-Gebirge“  usf.  Der
gleiche  Geist  des  Zusammenhanges  lebt  aber  auch  in  der  Reihenbildung
der  „systematischen“  Naturwissenschaften,  z.  B.  in  der  Systematik  des
Tierreiches;  und  so  auch  in  der  Reihenbildung  der  eigentlichen
„Gesetzeswissenschaften“.  Es  ist  ziemlich  durchsichtig,  daß  solche
Reihenbildungen  mit  der  „Ökonomie  unseres  Denkens“  zu  tun  haben,
die  eben  in  der  Idiographie  nicht  minder  als  beim  nomothetischen
Erkennen  gewahrt  wird.  Während  dies  somit  ohne  Belang  für  uns  ist,
fällt  ein  anderer  Umstand  für  die  Eigenart  des  idiographischen  Verfahrens ­
  mehr  in  Betracht.  Es  steht  nämlich  diese  Reihenbildung  in
enger  und  notwendiger  Verknüpfung  damit,  daß  die  Wirklichkeit
einseitig,  je  von  einem  bestimmten  Gesichtspunkt  aus  betrachtet ­
  wird.  So  entspricht  die  Reihe  in  unserem  Beispiele  dem
„orographischen“  Gesichtspunkte;  das  will  sagen,  wir  gebärden  uns
dabei  gerade  so,  als  ob  von  der  unendlichen  Mannigfaltigkeit  dessen,
was  die  Erdoberfläche  anschaulich  in  sich  schließt,  nur  die  Formgestaltungen ­
  für  uns  vorhanden  wären:  Meeresspiegel  und  Er-
            
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