Der Stoff der Sozialwissenschaft, IX.
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gemeinsames Weltbild aufzubauen, gemäß der uns selber, unserem
eigenen Sein nach umschließenden „Körperwelt“ Gleichwie uns nun
für dieses Weltbild „Raum“ »ud „Zeit“ die Beaiehungsmoglichke.ten
darstellen so müssen wir auch die anschaulichen Elemente der für
dieses Weltbild haftbaren Aussagen als ein Neben- und Nacheinander
anerkennen. Dieses Neben- und Nacheinander sinnlicher
Erscheinungen, das sich als etwas Stetiges darstellt und d*er als
sinnliches Geschehen bea.ichnen labt, bildet nun den Stoff,
aus dem die Aussagen vom Typus B geformt sind.
Auch die psychologischen Aussagen, die bloß generell venfizier-
bar sind, lassen sich ihrem Inhalt nach als eine Totali at denken.
Aber daraus setzt sich kein Weltbild zusammen, das uns aUenf'
-am wäre. Bloß im generellen Sinne ka ™™VTr T seinem
leben“ sprechen. Das Analogon zur Körperwelt hat jeder n se em
eigenen Seelenleben; dieses aber als eine Totalltat, d ‘ e G Q W
der „Einheit des Bewußtseins“ jedem ansc au jc v ’
daß es erst der Aussagen darüber und ihrer Verifikation bedurfte,
gleicht sich die Unmöglichkeit, Aussagen vom Typus. G
verifizieren für jeden von uns durch die „Selbstgewißheit dessen a -
was jeder von uns als das seelisch Seiende vorzufinden weiß ; er muß
es freilich erst gelernt haben, sich als psychologische Seele dort vor
zufinden, wo er nach der „Regel des Lebens“ gewohnt war sich als
„Subjekt“ bejaht zu wissen. Weil sich aber unser seelisches Sein den
anderen gegenüber nicht als solches, sondern bloß im Sinne seiner
Ausschließlichkeit geltend machen kann, verlegen wir es „in uns
„lokalisieren“ es .» dem Körper, als den wir uns ‘" j“
biTrEi;; Betbun^mö *bkei,' ^ *
Aussagen nach dem Typus C d * r „ unseres Denken s zu ver-
Noch andere anschauliche Eie über den Gesichts
muten, außer den Erscheinungen das 1 J 6^ daher auch die
kreis der landläufigen Meinung hinaus. Meinungen“ des geschicht-
Gewohnheit tief eingewurzelt von den , ^ Doch versteht
liehen ° der des gesellschaftlichen Leb ^ anschaulicher Ele .
man diese „Erscheinungen gar mc „Naturerscheinungen“,
Swa ^ TTk TT tt es sind schlechthin Vorkomm-
etwa einem Erdbeben, zur Seite tritt, es
nisse, fertig ausgestaltete Formungen. Sieht m.an a er se s
Btren gsten Sinne alles Erfahrbare in Erscheinungen aufgehen.