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.Freiheit vom Worte“,
XXIII.
Schon für den Hergang darin, daß nicht nur die Sache zum Wort,
sondern das Wort zur Sache hinzutritt. Darum ist es eine wahrhafte
Nennung, nicht aber eine jener „Bestimmungen“, wo dann, ähnlich wie
Münchhausen sich beim eigenen Zopf aus dem Sumpfe zerrt, das Be
nannte sich bei seinem Namen aus dem Ungewissen ziehen soll. Hier
führt vielmehr zur Sache hin, auch wenn sie unweigerlich dem Namen
der „Wirtschaft“ verfällt, ein weitausholender Gedankengang, der mit
diesem Worte gar nichts zu schaffen hat. Dieser Gedankengang aber
fällt mit der Ableitung des nationalökonomischen Grundproblems zu
sammen! So entfernt sich hier auch der Inhalt des Beginnens weit
von einer bloßen Deutung eines Wortes.
Wie ist es aber möglich: es soll der nämliche Gedankengang so
wohl zum Tatbestand führen, der unserer Wissenschaft als Vorwurf
gilt, wie auch zum Grundproblem dieser Wissenschaft? Nun, für eine
Erfahrungswissenschaft schwebt ihr Grundproblem nicht aus Wölken
kuckucksheim herab. Schon ihr Grundproblem ist bodenständig in
solchem Grade, daß es verschwistert bleibt mit dem Tatbestand selber.
Das Wechselverhältnis, das hier webt, läßt sich von beiden Seiten her
aufrollen. Einmal kann man sagen: der Tatbestand des Namens „Wirt
schaft“, richtig als Problem gesehen, ergibt schon das nationalökono
mische Grundproblem. Ebensogut läßt sich sagen: das menschliche
Zusammenleben, aus dem Gesichtswinkel des nationalökonomischen
Grundproblems gesehen, ergibt den Tatbestand, den man nicht anders
als „Wirtschaft“ nennen kann.
Man denke sich einen bunten Mosaikboden, nicht figural, nicht
streng geometrisch gezeichnet, aus Steinchen von drei Farben gefügt.
Von ihm ist uns ein Gesamteindruck zugänglich. Aber es steht uns
außerdem frei, bald nur jene Figur herauszusehen, zu der sich die
roten Steinchen unwillkürlich zusammenschließen, wofür dann die
zurücktretende Masse der blauen und weißen Steine den unbestimmten
Grund abgibt; bald in gleicher Weise nur die blaue, bald endlich nur
die weiße Figur. Das Ganze liefert ein freilich nur plumpes Bild
dafür, was unserem geistigen Blick gegenüber dem menschlichen Zu
sammenleben offen steht! Als Gesamteindruck bleibt da nur die
„Schau“ möglich. Unser begriffliches Denken aber heftet sich ein
seitig entweder an die rote oder die weiße oder die blaue Figur. Das
hängt von der Einstellung des Denkens ab, und diese entspricht dem