Full text : Wirtschaft als Leben

Inhaltsübersicht.

683

8.  Gegenüber  dieser  „wirtschaftsusuellen“  und  „wirtschaftsaktuellen“  noch
c)  die  „wirtschaftsokkasionelle“  Dimension,  als  Errechntes  (hierzu  „Ertragswert“ ­
  usw.).  Erste  Sonderung  zwischen  den  Theorien  der  „Wert-Kalkulation“
(„privatwirtschaftliche“  Werttheorien),  der  „Wert-Ethik“  (z.  B.  Kirchenväter),
der  „Wert-Analytik“  (z.  B.  „Klassiker“),  der  „Wert-Pragmatik“  (z.  B.  „Grenznutzenlehre“) ­
  und  der  „Wert-Metaphysik“  (z.  B.  Karl  Marx).
9.  Die  Wirtschaftliche  Dimension  erstmals  gedeutet,  als  der  vereinheitlichte ­
  Ausdruck  der  Tauschgeschicke  eines  Objektes,  in  Gestalt  einer  Anzahl
von  Geldeinheiten.
10.  Vom  Aberglauben  eines  „Schätzens  des  Wertes“  und  des  „Geldes
als  Wertmaß“.  Aus  der  Unentrinnbarkeit  des  Denkens  der  Wirtschaftlichen
Dimension  führt  bloß  das  Problem  von  „Urtausch  und  Urpreis“  hinaus.

III.  Vom  Werden  der  Wirtschaftlichen  Dimension.
1.  Reine  Arbeitshypothesen  stehen  in  Frage.  Danach  wäre  zunächst  der
Tausch  selber  als  talionsrechtlich  gebändigter  Raub  entstanden.
2.  Jedenfalls  sind  auch  die  Verhältnisse  der  tauschgepaarten  Mengen
beim  Urtausch  strenge  der  Sitte  unterworfen.
3.  Diese  sittegemäßen  Austauschverhältnisse  bleiben  untereinander  unausgeglichen, ­
  infolge  noch  mangelnder  Arbitrage  von  Objekt  zu  Objekt.  Widersinn ­
  ihrer  „Fehlerhaftigkeit“.
4.  Diesem  prävaloren  Tausche  könnte  die  Wirtschaftliche  Dimension
bloß  als  die  untrügliche  Vereinheitlichung  der  noch  verworrenen  Tauschgeschicke ­
  des  Objekts  entsteigen.
5.  Ablehnung  der  Arbeitshypothese  von  einem  „sakralen“  Ursprung  der
Wirtschaftlichen  Dimension,  aus  der  numerischen  Rechtssymbolik  heraus  der
sühnegepaarten  Mengen.  Von  Prunkender  Habe  und  Schatz.
6.  Ihren  „profanen“  Ursprung  kann  die  Wirtschaftliche  Dimension  unmöglich ­
  im  Geiste  der  Karl  Mengerschen  Doktrin  vom  „unreflektierten  Ursprung ­
  des  Geldes“  gefunden  haben.  Deren  Widerlegung.
7.  Die  Wirtschaftliche  Dimension  ersteht  nur,  sofern  die  Entwicklung
des  prävaloren  Tausches  ihren  toten  Punkt  überwindet.  Mit  ihrem  Entstand
vollzöge  sich  bereits  der  Einbruch  des  Rationalen  in  die  traditional  gebundene
Wirtschaftsweise.
8.  Die  an  sich  folgenlose  Entdeckung  des  „indirekten“  Tausches  leitet
nur  bei  rationaler  Einstellung  des  Tauschenden  weiter  zur  Entdeckung  des
bandeismäßigen  Erwerbs.  Der  Urhändler  als  Keimpunkt  aller  Rationalisierung
des  Tausches.
9-  Das  Nebeneinander  der  Händler,  als  Ferment  der  weiteren  Entwicklung.
Es  lockert  sich  die  Starrheit  der  prävaloren  Proportionen  auf.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.