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Sechster Abschnitt
Die klassische politische Oekonomie entlehnte dem Alltagslebe?
ohne weitere Kritik die Kategorie „Preis der Arbeit“, um sich dan
hinterher zu fragen, wie wird dieser Preis bestimmt? Sie erkannt®
bald, daß der Wechsel im Verhältnis von Nachfrage und Angebo!
für den Preis der Arbeit, wie für den jeder andern Ware, nicht
erklärt außer seinen Wechsel, das heißt die Schwankung der Markt
preise unter oder über eine gewisse Größe. Decken sich Nachfrag®
und Angebot, so hört, unter sonst gleichbleibenden Umständen, di
Preisschwankung auf. Aber dann hören auch Nachfrage und A’
gebot auf, irgend etwas zu erklären. Der Preis der Arbeit, wem
Nachfrage und Angebot sich decken, ist ihr vom Verhältnis d#
Nachfrage und des Angebots unabhängig bestimmter, ihr natürlich“
Preis, der so als der eigentliche Gegenstand der Untersuchung 8“
funden ward. Oder man nahm eine längere Periode der Schw2”
kungen des Marktpreises, zum Beispiel ein Jahr, und fand dann, dab
sich ihr Auf und Ab ausgleicht zu einer mittleren Durchschnil
zröße, einer konstanten Größe. Sie mußte natürlich anders bestim”
werden als die sich ausgleichenden Abweichungen von ihr selbst
Dieser über die zufälligen Marktpreise der Arbeit übergreifen?
ind sie regulierende Preis, der „notwendige Preis“ (Physiokraten)
der „natürliche Preis“ der Arbeit (Adam Smith), kann, wie be
andern Waren, nur ihr in Geld ausgedrückter Wert sein. ,
In dieser Art glaubte die politische Oekonomie durch die vl
fälligen Preise der Arbeit zu ihrem Wert vorzudringen. Wie br
den andern Waren wurde dieser Wert dann weiter durch die P"
duktionskosten bestimmt. Aber was sind die Produktionskosten 7
des Arbeiters, das heißt die Kosten, um den Arbeiter selbst * ;
produzieren oder zu reproduzieren? Diese Frage schob sich %
politischen Oekonomie bewußtlos für die ursprüngliche unter, 20
sie mit den Produktionskosten der Arbeit als solcher sich im Kre
drehte und nicht vom Fleck kam. Was sie also Wert der Arbe
{value of labour) nennt, ist in der Tat der Wert der Arbeitskraft, dt
in der Persönlichkeit des Arbeiters existiert, und von ihrer Funk
tion, der Arbeit, ebenso verschieden ist, wie eine Maschine Wr
ihren Operationen. Beschäftigt mit dem Unterschied zwischen Te
Marktpreisen der Arbeit und ihrem sogenannten Wert, mit d®%
Verhältnis dieses Wertes zur Profitrate, zu den vermittels der Arbr
produzierten Warenwerten usw., entdeckte man niemals, daß %
Gang der Analyse nicht nur von den Marktpreisen der Arbeit N
ihrem vermeintlichen Wert, sondern dahin geführt hatte, dies“
Wert der Arbeit selbst wieder aufzulösen in den Wert der Arb&
kraft. Die Bewußtlosigkeit über dieses Resultat ihrer eig
Analyse, die kritiklose Annahme der Kategorien „Wert der Arbe
„natürlicher Preis der Arbeit“ usw. als letzter adäquater Ausdrüt
des behandelten Wertverhältnisses, verwickelte, wie man 5P* zo
sehen wird, die klassische politische Oekonomie in unauflösb%,
Wirren und Widersprüche, während sie der Vulgärökonomie ®