Full text : Wirtschaft als Leben

Abschnitt  V.

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unter  Wert  bloß  den  Ausdruck  desselben:  die  Kaufkraft;  später,  als  man  von  der
Wirkung  auf  die  Ursache  zurückging,  machte  es  große  Schwierigkeit,  den  Tatbestand
des  subjektiven  Reflexes  der  Nützlichkeit  und  Seltenheit  richtig  aufzunehraen.“  Da
bleibt  im  Grundsätze  wohl  auch  die  unbewußte  (besser  gesagt,  die  auf  den  unbewußten
Einfluß  des  Wertgedankens  hin  unwillkürliche)  Annahme  bestehen,  daß  sich  die
angegriffenen  Theoretiker  vor  einem  und  demselben  zuErledigenden  befunden  hätten.
Aber  es  wird  ihnen  zum  Vorwurf  gemacht,  daß  sie  nicht  erst  beim  Erledigen,  zum
Beispiel  also  im  Definieren,  gefehlt  hätten;  man  hält  ihnen  vielmehr  vor,  daß  schon  ihre
Auffassung  des  (unter  „Wert“)  zu  Erledigenden  eine  fehlerhafte,  oder  doch  eine
mangelhafte  gewesen  ist.
In  diesem  Sinne  heißt  es  dann  etwa,  Der  oder  Jener  hätte  „nur  den  Tauschwert",
°der  „nur  den  Gebrauchswert“  in  Betracht  gezogen  (über  den  Brauch  bei  der  Verwendung ­
  dieser  beiden  Ausdrücke  siehe  weiter  unten);  oder  es  heißt,  der  betreffende
I  heoretiker  hätte  „statt  des  Wertes  die  Nützlichkeit"  in  Erledigung  genommen  usw.
Uc  *)> er  ist  es  die  von  der  eigenen  „Werttheorie“  gelieferte  Antwort  auf  jene  Frage,
aS  d ' e  Richtschnur  dafür  abgibt,  den  fremden  Antworten  die  fehlerhafte  oder  doch
ugelhafte  Auffassung  schon  des  zu  Erledigenden  vorzuwerfen.
schwebende  Unentschiedenheit,  die  im  Kampfe  der  inhaltlich  sich  wider-„Werttheorien“
  dauernd  vorherrscht,  ist  der  Beweis  für  den  Mangel  eines,
üe  1  ^ r  i eden  Dutten  überzeugenden  (objektiven)  Kriteriums  der  Entscheidung  unter
ve rschiedenen  „Beiträgen  zur  Wertlehre“.  Bei  diesem  Mangel  steht  dem  einzelnen
e  _ er >  wenn  er  nicht  einfach  die  fremden  Meinungen  nach  der  eigenen  richtigdie
  ^  W '^’  nur  noc h  eine  (die  dritte)  Art  des  Angriffes  frei:  Dabei  wird  der  Antwort,
Zutr 7  fremde  „Werttheorie“  auf  die  Frage  „Was  ist  der  Wert?“  liefert,  nicht  etwa  ihr
imm  6n '  '* lre  ^ u ff e b°rigkeit  zu  und  ihr  Ausreichen  für  jene  Frage  abgestritten  —  was
nur  unter  der  Berufung  auf  die  eigene  Antwort  möglich  erscheint  —  es  wird
J  fremden  Antwort  vielmehr  gleich  ihre  innere  Wahrheit  abgesprochen  I  Diese
Zwei  *k  ^ n ^ r ' deS|  die  kritisch  ungleich  höher  steht,  wird  nicht  allzu  oft  gehandhabt.
fremd  ° rDlen  ' assea  sich  da  in  der  Hauptsache  unterscheiden.  Entweder  wird  der
nac .  en  "Werttheorie"  für  den  Teil  jener  Antwort  schlechthin  ein  innerer  Widerspruch
er  'esen.  So  meint  z.  B.  J.  F.  Neu  mann:  „Anders  M  enger.  Indessen  hält  auch
y,r cn  ” dar getan“,  daß  alle  Werterscheinungen  derselben  Natur  sind  (S.  143)  und  der
j^ en  nUC  e ' n  e inziger  Begriff  ist  (S.  78  und  83).  Damit  aber  harmoniert  nicht,  daß
6  r  deQ  Wert  einerseits  S.  78  als  „Bedeutung“  bezeichnet,  „die  “,  sodann
,,  Bemerkt,  daß  Wert  ein  Urteil  der  wirtschaftenden  Individuen  über  die  „Bescheine
  '  Un<1  namcn riich  auf  S.  118  von  „Wertquoten“  spricht,  die  doch  allem  Anlagen“ ­
  naC ^  weder  >iUrteils“-Quoten  noch  „Bedeutungs“-Quoten  sein  sollen.“  („Grund-5
  »32,  Anm.  109.)
erledig  T  ^  W ' rd  dasjenige,  das  auf  die  Frage  „Was  ist  der  Wert?“  hin  als  „Wert“
gesteift 11  g aUSBesa £ t  wird,  als  unwirklich,  der  Tatsächlichkeit  entbehrend
K  M  '  -  °  C  l<!n  An g ri ffen  war  keine  „Werttheorie“  mehr  ausgesetzt  als  jene
o"  GerUch  Z  B '  VOn  Seite “  Knies ’  Schaeffle  u.  v.  A.)
T'"'t‘al  •  W  se!ner  mehrfach  erwähnten  Schrift  („Über  die  Bedingungen  wirtschaftl.
»  )  eine  Anzahl  von  „Werttheorien“  unter  diesem  Gesichtspunkte  kritisch  beuc
  tet.  Siehe  Kap.  ft  <j; eser  s c i,rift:  „Die  Realität  der  als  Inhalt  des  Wertbegriffes
behaupteten  Beziehungen“.
Aber  auch  da  bleibt  es  ein  stiller  Hintergedanke,  daß  hier  bei  der  Erledigung
on  etwas  gefehlt  worden,  das  als  das  Eine,  für  jedermann  nämliche  Objekt  zu  erledigen ­
  wäre.

a uf  S.  86
deutun

hinvon

Neuerdings  hat
            
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