Object : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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Es  wäre  damit  in  der  Tat  ein  Weg  entstanden,  der  die  grofse
Mitte  Deutschlands  unter  bessere  Bedingungen  gestellt  hätte,  insofern
sie  heute  bei  der  Einfuhr  und  Ausfuhr  soviel  benachteiligt  ist,  wie
sie  ihren  Verkehr  erst  seitlich  ausbiegen  mufs,  um  die  grofsen
Verkehrsstrafsen  zu  erreichen.
In  Bayern  trug  man  sich  ja  damals  mit  weitschauenden  Plänen.
Der  Romantik  Ludwigs  I.  entsprach  der  Gedanke  an  die  Durchführung
der  uralten  fossa  Carolina,  eines  bayrisch-griechischen  Königtums
auf  der  Balkanhalbinsel  und  der  Verbindung  zwischen  dem  Schwarzen
Meere  und  der  Nordsee. 1 )
dazu  dienen,  lediglich  die  nicht  deutschen  Holländer  zu  unterstützen,  auch  das
Mark  des  Donaulandes  an  sich  zu  ziehen.“  (v  Hormayr),  Fragmente  über
Deutschlands,  insonderheit  Bayerns  Welthandel  und  über  die  Wichtigkeit  des
einzigen  ganz  deutschen  Stromes  der  Weser,  (I),  1840,  S.  13—14.
')  Der  Gedanke  des  Donau-Mainkanals  ist  auch  vordem,  namentlich  in  der
Zeit,  als  Frankreich  seine  merkantilistische  Politik  begann,  öfter  erörtert  worden.
Es  heifst  in  der  Schrift:  Frantzösische  Gold-Grube  den  Ständen  des  Heil.  Römischen ­
  Reichs  eröffnet,  und  wiederum  zugestopfft  durch  Herrn  Everhardt
Wassenberg  in  D.  Joh.  Joachim  Bechers  von  Speyer,  Röm.  Kayserl.
Majestät  Commercien-Raths,  Politischen  Discvrs,  (1672)  IV.  Aufl.,  Frankfurt  u.
Leipzig  1720,  S  859:  „Aber  warum  thut  ihr,  hochansehnliche  Stände  zu  Regenspurg
  nunmehro  versammlet,  nicht  dieses  Kays.  Carolinische  Werk  fortsetzen?
indem  ihr  zu  euerem  Presidenten,  den  hoohwürdigsten  Fürsten  Marquardum,
Bischoffen  zu  Eychstätt,  habt  welcher  den  meisten  Teil  dieser  Länder,  wo  dieser
Durchschnitt  gemacht  werden  muls,  entweder  eigen  hat,  oder  doch  zum
nächsten  daran  benachbart  ist,  warum  führt  ihr  solchen  Durchschnitt  unter
unserm  Kayser  Leopolde  nicht  aus?  und  nennt  ihn  Leopoldinisch.“
Auf  dem  Wege  Tauber  -  Wernitz  ist  damals  ein  Versuch  gemacht
worden.
Vgl.  J.  J.  Becher,  Närrische  Weissheit  und  weise  Narrheit  oder  ein
hundert,  so  politische  als  physicalische,  mechanische  und  mercantihsche
Concepten  und  Propositionen,  Franckfurt  1686,  S.  145,  146:
„Graf  Wolffgang  Julius  von  Hohenloe,  General-Lieutenants  Concept,  die
Donau  mit  dem  Rhein  zu  vereinigen.
Der  Churfürst  von  Mayntz,  Johann  Philipps,  wie  auch  der  Graf
von  Hohenlohe  selbst,  haben  öffters  aus  diesem  Concept  mit  mir  geredet,  ich
habe  auch  die  Inspection  selbsten  eingenommen,  sind  auch  aus  Holland  Baumeister ­
  zu  Schieissen  geholet  worden,  von  Wertheim  aus,  durch  Schieissen  die
Tauber  Schiffreich  zu  machen,  biss  auf  Weickershaim,  von  dannen  einen
Durchschnitt  zu  machen  in  die  Wernitz,  welche  bei  Donauwerth  in  die  Donau
läufft,:  Aber  wie  gedacht,  ohneracht  es  möglich  ist,  und  man  die  Zölle  auffheben
  wolte,  so  läufft  doch  das  gemeine  Interesse  der  Länder  gegen  einander;
denn  der  Tauber-Wein  würde  dem  Franoken-Wein  schaden,  als  wie  dieser  dem
Rhein-Wein,  so  würde  auch  das  Korn-Negotium  in  Beyern  und  Franken  sich
nicht  vertragen.“
            
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