Full text: Einführung in das Studium der Konjunktur

4. Die Prognose des Konjunkturwandels. 
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hervorgehoben, mit groben Jahresdurchschnitten 'zu arbeiten, so be 
darf es bei der 'Konjunkturprognose feinerer Methoden. Es ist hier 
notwendig, die Anzeichen dieser Wandlungen im Wirtschaftsleben 
für kürzere Zeiträume, für Wochen und Monate, zu betrachten, wenn 
man nicht Gefahr laufen will, daß der Gang der Ereignisse die Fest 
stellung ihres Herannahens überholt. 
Es handelt sich hier um das so wichtige und doch so wenig 
systematisch ausgebaute Gebiet der Konjunkturberichter 
stattung und systematischen Konjunkturerforschung. Was wir in 
dieser Hinsicht bis vor dem Kriege hatten, waren, abgesehen von den 
Berichten unserer großen Tageszeitungen und mancher Zeitschriften, 
vor allem nur die periodischen Veröffentlichungen des wirtschafts 
statistischen Bureaus von Richard Calwer 1 ). In diesen Veröffent 
lichungen sollte systematisch Konjunkturstatistik und Konjunktur 
berichterstattung gegeben werden, um damit die Voraussetzungen 
einer Konjunkturprognose schaffen zu helfen. Daneben liefern dann 
noch eine Reihe von Zeitschriften und Tageszeitungen wertvolles 
Material zur Konjunkturbeobachtung, wenn auch natürlich keines 
wegs in solch umfassender und systematischer Weise. Von Zeit 
schriften gehörten hierher vor allem der deutsche Ökonomist, der 
Plutus, „Der Wirtschaftsdienst“, die vom Statistischen Reichsamt her 
ausgegebene Zeitschrift „Wirtschaft und Statistik“, die Bank und die 
wirtschaftliche Chronik (Beilage zu den Jahrbüchern für National 
ökonomie und Statistik), von Zeitungen vor allem die Frankfurter 
Zeitung, das Berliner Tageblatt, die Vossische Zeitung, der Ber 
liner Börsenkurier, die Kölnische Zeitung und die Kölnische Volks 
zeitung. Nach dem Kriege ist dazu auch noch die Industrie- und 
Handelszeitung getreten. Auch auf die Konjunkturtafeln des Ver 
eins deutscher Ingenieure, welche in der von diesem heraus 
gegebenen Zeitschrift erscheinen, sei an dieser Stelle hingewiesen. 
Diese Aufzählung soll natürlich keineswegs erschöpfend sein, sondern 
nur das allerwichtigste herausheben. Wertvolle und brauchbare Mit 
teilungen enthalten dann auch noch nach der genannten Seite hin die 
Jahresberichte der Banken und Industriegesellschaften, und die 
Belichte der Handelskammern. 
) Es wurde von ihm herausgegeben: Eine werktäglich erscheinende 
Arbeitsmarkt-Korrespondenz, eine ebenso erscheinende Wirtschaftskorrespon- 
denz, wirtschaftliche Tagesberichte, wirtschaftsstatistische Monatsberichte, 
Monatsberichte über die Lage im Holz-, Bau-, Transport- und Verkehrs 
gewerbe, monatliche Übersichten über die Preise der Lebensmittel. Ferner 
die Wochenschrift: Die Konjunktur, sodann das „Wirtschaftsjahr“ mit 
Jahresberichten über den Wirtschafts- und Arbeitsmarkt und das Jahrbuch 
der Weltwirtschaft.
	        
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