4. Die Prognose des Konjunkturwandels.
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Es betrag im ersten Halbjahr die Produktion in Millionen
Tonnen in den folgenden Jahren:
An
1909
1910
1911
1912
1913
Kohle
71,91
73,33
78,67
84,71
93,58
Koks
10,37
11,41
12,56
13,76
15,94
Roheisen
6.25
7,20
7,68
8,42
9,57
Nach der gleichen Quelle waren auch die Abschlüsse der großen
Montangesellschaften noch überaus günstige. Bei 41 Gesellschaften
mit über 10 Millionen Mark Aktienkapital stieg im Jahre 1912/13
der Reingewinn gegenüber dem Vorjahre um 37,5 Millionen Mark
oder um 20 o/o, gegenüber dem Jahre 1909/10 sogar um 87 Millionen
Mark oder um 65 o/ 0 . Dabei konnten um 38 Millionen Mark mehr
Abschreibungen als im Vorjahre, oder um 60 Millionen Mark mehr
als drei Jahre zuvor, vorgenommen werden.
Bis zum Sommer 1913 waren auch im allgemeinen die Preise
noch steigende und erst vom Herbst dieses Jahres ab begannen die
Eisenpreise zurückzugehen. Eine Ermäßigung der Kohlenpreise trat
erst im Frühjahr 1914 ein. Die Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkte
begann sich jedoch bereits vom Anfänge des Jahres 1913 ab schon
ungünstiger zu gestalten, und vor allem war dies vom Sommer dieses
Jahres ab der Fall, wie die folgende Tabelle zeigt.
Von 1000 organisierten Arbeitern waren arbeitslos:
1912
1913
1912
1913
1912
1913
Januar . .
29
32
Mai . . .
19
25 |
September ,.
15
27
Februar . .
26
29
Juni . . .
17
27 1
Oktober . .
17
28
März . . .
16
23
Juli . . .
18
29
November .
18
31
April . . .
17
23
August . .
17
28
Dezember .
28
48
Eine gewisse Ähnlichkeit mit diesen Verhältnissen auf dem
Arbeitsmarkte zeigt eich dann mit der Gestaltung des Industrie
absatzes in den einzelnen Monaten des Jahres 1913. Als Maßstab
dafür betrachten wir in der folgenden Tabelle die Versandziffern
des Stahlwerk-Verbandes, indem wir den Versand im Jahre 1913 mit
dem des Vorjahres vergleichen.
Gegenüber den entsprechenden Monaten des Jahres 1912 wurden
im Jahre 1913 mehr (-)-) bzw. weniger (—) versandt:
Januar . .
+ 57 038 t
Juli . . ■
— 35 967 t
Februar . .
855 „
August . .
— 28 895 „