Full text: Kann das Geld abgeschafft werden?

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(S. 18/19). Um zu beweisen, daß es „keinen Letzten gibt, an dem der Verlust 
hängen bliebe‘ — vgl. das Abwälzungsproblem bei Johannsen —, bildet 
Harburger eine mathematische Reihe aus dem Zahlenverhältnis der 
„dazukommenden Ausgaben des Staates“ und des „umlaufenden Geldes‘, 
indem er die Potenzen dıeses Bruches summiert: „Wegen der Unendlichkeit 
der Reihe wird der Verlust am Schluß unendlich klein und eliminiert sich 
dadurch, daß die Reihe konvergiert und einen endlichen, noch dazu rationalen 
Endwert hat‘ (S. 31). 
Daß mit Harburgers mathematischen Spekulationen für 
die wissenschaftliche Erklärung der Tatsachen und die praktische 
Wirtschaftsführung nichts gewonnen ist, liegt klar zutage. Er 
selbst muß zugeben, daß die Voraussetzung seiner Deduktionen, 
„dieser Schemen „durchschnittliches Individuum“ mit dem hier 
angenommenen Geschäftsgeist, in der Wirklichkeit nie existiert“ 
und „auch das Vakuum, der freie Handel, in der Wirklichkeit 
nicht rein vorkommt“ (S. 82). Was sich aus dieser allgemeinen 
Einsicht für die praktische Bedeutung seiner Reformvorschläge 
ergibt, wird indes von Harburger verschwiegen.
	        
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