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„organische‘‘ Konstruktion von „Arbeitsgeld‘“ und ‚Nationalbank‘ und
„,Warendocks‘ ist nur Traumgebild ... Das Arbeitsgeld ist eine ökonomisch
klingende Phrase für den frommen Wunsch, das Geld, mit dem Geld den
Tauschwert, mit dem Tauschwert die Ware und mit der Ware die bürgerliche
Form der Produktion loszuwerden‘ (Kritik, S. 711lg.).
Die Marxschen Ausführungen bringen über das Problem
des Arbeitsgeldes nach einer Seite hin volle Klarheit: sie er-
weisen die Unmöglichkeit, das Recht auf den vollen Arbeitsertrag
durch eine bloße Änderung der Verteilungsordnung innerhalb
der Konkurrenzwirtschaft zu lösen. Die Arbeitswährung
hat nur dann einen Sinn, wenn sie auf gesellschaftliche Arbeit
abgestellt ist. Die gesellschaftliche Leistung im Kapitalismus ist
aber gerade nicht die Arbeit — diese vollzieht sich im Bereich
der Einzelwirtschaft —, sondern erst das Anbieten der Ware auf dem
Markt. Also entscheidet auch nicht die Arbeitsleistung als solche,
sondern das Warenangebot über die gesellschaftliche Wertgröße.
Dieses aber wird keineswegs nur durch die Arbeitsleistung,
sondern auch durch Kapital- und Risikoverhältnisse wesentlich
bestimmt. Die erste Voraussetzung der Einführung eines Arbeits-
geldes ist somit die Aufhebung der Konkurrenz in der Güter-
beschaffung: die Vergesellschaftung der Produktion.
Wie aber nun, wenn diese Bedingung erfüllt ist? Kann dann
das Recht auf den vollen Arbeitsertrag durch das Arbeitsgeld
verwirklicht werden? Ist dann die durchschnittliche gesellschaft-
iche Arbeitszeit genau zu ermitteln und die Zurückführung jeder
einzelnen Arbeitsleistung und ihrer Entlohnung auf diese Zeit-
einheit möglich?
Bei Marx und Engels bleibt die Frage des Arbeitsgeldes in
der sozialistischen Wirtschaft — ebenso wie deren Gestaltung überhaupt
‚Kollektivismus? Kommunismus?) — ungeklärt. Nach Bourguin ist
der Arbeitsbon ‚‚dasjenige Geld, das nach dem marxistischen Wertprinzip
einer sozialisierten Produktionsordnung entspricht“ (S. 116); Marx hin-
gegen betont wieder, daß das „Owensche Arbeitsgeld ebenso wenig Geld
ist wie etwa eine Theatermarke ... Das Arbeitszertifikat konstatiert nur
den individuellen Anteil des Produzenten an der Gesamtarbeit und seinen
individuellen Anspruch auf den zur Konsumtion bestimmten Teil des Gemein-
produkts‘“ (Kapital, I, Anm. 50). Ganz und gar zweitelhaft ist vollends der
{olgende Ausspruch: „Nur zur Parallele mit der Warenpro-
duktion setzen wir voraus, der Anteil eines jeden Produzenten an den
Lebensmitteln sei bestimmt durch seine Arbeitszeit‘, — und auch dies wieder
ınter der weiteren Voraussetzung, daß ‚die gesellschaftlichen Beziehungen
der Menschen zu ihren Arbeiten und Arbeitsprodukten hier durchsichtig
einfach bleiben in der Produktion sowohl als in der Distribution‘ (ebenda.
5ohn, Kann das Geld abgeschafft werden?