Full text : Die Kaufkraft des Geldes

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VII.  Kapitel.

Jahren  nötig  sein,  um  das  Gold  hinauszutreiben,  ohne  die  Tatsache  in  Anschlag ­
  zu  bringen,  daß  der  Überschuß  der  Produktion  über  die  Konsumtion
beständig  abnimmt,  während  das  Verdrängen  des  Goldes  fortschreitet.
Wenn  dieser  Überschuß  gleichmäßig  von  50,000,000  Dollar  auf  Null  zusammenschrumpfen ­
  sollte,  so  würde  die  Zeitperiode  die  doppelte  sein,  also
200  Jahre.  Wird  zu  diesen  Erwägungen  der  Umstand  hinzugefügt,  daß,
während  der  Antrieb  zur  Produktion  des  einen  Metalls  rasch  wirkt,  das
sich  ergebende  Abflauen  in  der  Produktion  des  anderen  Metalls,  infolge
des  fixen  Charakters  des  einmal  investierten  Kapitals,  langsamer  eintritt,
und  daß  daher  die  Menge  der  Umlaufsmittel  schließlich  größer  ist  als  am
Anfänge;  wird  ferner  der  Umstand  hinzugefügt,  daß  das  Umlaufsmittelreservoir ­
  selbst  sich  beständig  erweitert,  und  schließlich  der  Umstand,  daß
Schwankungen  in  der  Produktion  nach  beiden  Eichtungen  und  für  beide
Metalle  wahrscheinlich  sind,  so  können  wir  ziemlich  sicher  sein,  daß  der
internationale  Bimetallismus  während  mehrerer  Generationen  von  Erfolg
begleitet  wäre,  wenn  er  lei  einer  Filmstellung  nahe  der  Mitte  anfangs  erfolgreich ­
  ist.  Der  anfängliche  Erfolg  hängt,  wie  wir  gesehen  haben,  von  der
dekretierten  Kelation  ab.
Es  ist  zu  beachten,  daß  der  Bimetallismus  ein  geringes  Agio  nie  vermeiden ­
  kann.  Andrerseits  liefert  gerade  dieser  Unterschied  in  den
Niveaus  die  Kraft,  die  die  Schwankung  von  einem  Punkt  des  Gleichgewichtes ­
  zu  dem  anderen  erzwingt 1 ).
Während  einer  Keihe  von  Jahren  bleibt  das  bimetallistische  Niveau  in
der  Mitte  zwischen  den  wechselnden  Niveaus,  die  die  zwei  Metalle  getrennt
voneinander  annehmen  würden.  Der  Bimetallismus  breitet  die  Wirkung
einer  einzigen  Schwankung  über  die  vereinigten  Gold-und  Silbermärkte  aus 1  2 ).
1 )  Solange  das  Agio  besteht,  wird  das  billigere  Metall  zweifellos  etwas  schneller  und
das  teurere  etwas  langsamer  zirkulieren,  als  wenn  es  kein  Agio  gibt.  Dies  kann,  wenn  erforderlich, ­
  dadurch  dargestellt  werden,  daß  man  sich  die  Stärke  der  Flüssigkeitsmenge  im
Umlaufsmittelreservoir  auf  der  einen  Seite  von  /  abnehmend  und  auf  der  anderen  Seite
wachsend  denkt,  indem  ein  Metall  „weitergehender“  gemacht  wird  als  unter  normalen
Verhältnissen  (mehr  Fläche  in  dem  Diagramm  bedeckend)  und  die  Bewegung  des  /  zum
Gleichgewichtspunkte  beschleunigt.  Auf  die  geringere  Umlaufsgeschwindigkeit  (Zunahme
an  Stärke  der  Flüssigkeitsmenge),  welche  im  „Thesaurieren“  ihren  Hauptfaktor  findet,
kommen  wir  nachstehend  zurück.
2 )  Um  die  stetigende  Einwirkung  auf  eine  einzelne  Schwankung  hin  darzustellen,
bemerken  wir,  daß  unter  dem  Bimetallismus  die  drei  Reservoirs  als  ein  einziges  tätig  sind.
Im  Vergleich  zum  Monometallismus  vermindern  sich  daher  die  Schwankungen  umgekehrt
proportional  zur  Flüssigkeitsoberfläche,  über  die  sich  die  Schwankungen  ausbreiten.  Wenn
also  die  vereinigten  Breiten  der  zwei  linken  Reservoirs  (auf  Niveauhöhe  gemessen)  zwei
Drittel  der  vereinigten  Breiten  aller  drei  sind,  dann  würde  ein  Goldzufluß,  der,  nur  über
            
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