Full text : Die Kaufkraft des Geldes

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VIII.  Kapitel.

die  Uinlaufsgeschwindigkeiten  unverändert  bleiben;  daß  sich  2.  die  Preise
direkt  wie  die  Umlaufsgeschwindigkeiten  verändern  (wenn  diese  Geschwindigkeiten ­
  in  derselben  Richtung  variieren),  soferne  ihrerseits  die  Quantität
des  Geldes  und  der  Umfang  des  Handels  unverändert  bleiben,  und  daß  sich
3.  die  Preise  im  umgekehrten  Verhältnis  zum  Handelsumfang  verändern,
vorausgesetzt,  daß  die  Quantität  des  Geldes  —  und  folglich  auch  der  Depositen ­
  —  und  deren  Umlaufsgeschwindigkeiten  unverändert  bleiben.
§2.
In  diesem  Kapitel  werden  wir  untersuchen,  inwieweit  diese  Behauptungen ­
  wirklich  kausale  Zusammenhänge  betreffen.  Wir  werden  deshalb
den  Einfluß  jeder  der  sechs  Größen  auf  jede  der  anderen  fünf  ausführlich  erörtern. ­
  Diese  Untersuchung  wird  auf  die  Einwendungen,  welche  so  oft
gegen  die  Quantitätstheorie  des  Geldes  erhoben  werden,  Antwort  erteilen.
Um  alle  Tatsachen  und  Möglichkeiten  in  bezug  auf  die  Kausalität  darzulegen, ­
  ist  es  nötig,  die  Wirkungen  der  verschiedenen  Größen  in  der  Verkehrsgleichung, ­
  und  zwar  jede  für  sich,  zu  studieren.  In  jedem  Fall  müssen
wir  zwischen  den  Wirkungen  während  der  Übergangsperioden  und  den
endgültigen  oder  normalen  Wirkungen  nach  Beendigung  der  Übergangsperioden ­
  unterscheiden.  Der  Einfachheit  halber  werden  wir  in  jedem  Fall
die  normalen  oder  endgültigen  Wirkungen  zuerst  und  hierauf  die  abnormen
oder  Übergangswirkungen  in  Erwägung  ziehen.
Da  fast  alle  denkbaren  Wirkungen  der  Veränderungen  in  den  Elementen
der  Verkehrsgleichung  bereits  in  früheren  Kapiteln  dargelegt  worden  sind,
so  besteht  unsere  Aufgabe  in  diesem  Kapitel  hauptsächlich  in  einer  nochmaligen ­
  Prüfung  und  Umordnung.
Unsere  erste  Frage  ist  daher  folgende:  angenommen  es  ist  eine  Verdoppelung ­
  der  in  Umlauf  befindlichen  Geldquantität  gegeben  (ß),  was  sind
dann  die  normalen  oder  letzten  Endes  auftretenden  Wirkungen  auf  die
anderen  Größen  in  der  Verkehrsgleichung,  nämlich  auf  G r ,  U,  U',  die  p
und  die  Q?
Im  III.  Kapitel  haben  wir  gesehen,  daß  unter  normalen  Umständen
die  Wirkung  einer  Verdoppelung  des  in  Umlauf  befindlichen  Geldes  (G)
zugleich  eine  Verdoppelung  der  Depositen  bedeutet  (G'),  da  letztere  unter
allen  nur  denkbaren  Verhältnissen  der  Industrie  und  Zivilisation  stets  das
Bestreben  haben,  ein  bestimmtes  oder  normales  Verhältnis  zu  dem  in  Umlauf ­
  befindlichen  Gelde  aufrechtzuhalten.  Die  endgültige  Wirkung  einer  Verdoppelung ­
  in  G  ist  daher  dieselbe  als  diejenige  einer  Verdoppelung  von
            
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