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VIII. Kapitel.
theorie insofern zu rechtfertigen, als sie sowohl einen Kausalzusammenhang,
als auch ein algebraisches Verhältnis ausdrückt, so ist es wichtig, hervor
zuheben, daß kausale und algebraische Theoreme nicht immer identisch sind.
Was die Übergangswirkungen einer Veränderung im Handelsvolumen
betrifft, so hängen diese hauptsächlich von einer der beiden möglichen
Richtungen ab, in denen sich die Preise bewegen. Wenn sie nach aufwärts
gehen, sind die Wirkungen des Überganges denen ähnlich, mit denen wir
bereits in bezug auf die Perioden steigender Preise vertraut sind;
wenn die Preise sinken, gleichen sie den mit einer solchen Bewegung ver
bundenen.
§ 7-
Wir haben nun die Wirkungen der Variationen jedes einzelnen Fak
tors der Verkehrsgleichung (mit Ausnahme eines einzigen) auf die anderen
Faktoren genau untersucht und haben gefunden, daß mit Ausnahme des
Faktors „Handel“ (der Q) in jedem Falle die endgültige Wirkung die Preise
(die p) traf. Die einzige Gruppe der Faktoren, die wir als Ursache noch
nicht erörtert haben, sind die Preise (die p) selbst. Sie sind bisher einzig
und allein als Wirkungen anderer Faktoren betrachtet worden. Die Gegner
der Quantitätstheorie haben aber behauptet, daß die Preise eher als Ur
sachen, denn als Wirkungen zu betrachten sind. Unsere nächste Aufgabe
ist daher, diese Behauptung einer kritischen Prüfung zu unterziehen.
Algesehen von beschränkter Wirkung während Übergangsperioden oder
einer vorübergehenden Saison (z. B. im Herbst) liegt, soweit ich entdecken
kann, keinerlei Wahrheit in dem Gedanken, daß das Preisniveau eine un
abhängige Ursache von Veränderungen in irgendeiner der anderen Größen
G, G', U, U' oder in den Q ist. Um die Unhaltbarkeit eines solchen Ge
dankens darzulegen, wollen wir des Beweises halber zugeben, daß — aus
irgendeiner andern Ursache als durch Veränderungen in G, G', U, U r und
den Q — die Preise (sagen wir) in den Vereinigten Staaten sich (sagen
wir) um das Doppelte ihrer ursprünglichen Höhe verändert haben, und wir
wollen nun sehen, welche Wirkung diese Ursache auf die anderen Größen
der Gleichung hervorbringen wird.
Es ist klar, daß die Gleichheit der Geldseite und der Güterseite auf
irgendeine Art aufrechterhalten werden muß, und daß, wenn die Preise
erhöht werden, die Quantität des Geldes oder die Quantität der Depositen
oder ihre Geschwindigkeiten erhöht werden müssen, oder aber, es muß das
Volumen der Geschäfte reduziert werden. Die Untersuchung wird aber
lehren, daß keine dieser Lösungen annehmbar ist.