Full text : Die Kaufkraft des Geldes

Die  besten  Indexnummera  der  Kaufkraft.

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eine  will  ein  größeres  Einkommen  in  der  Zukunft  haben  und  legt  zu  diesem
Zwecke  Kapital  an,  der  andere  hingegen  zieht  ein  großes  Einkommen  in
kürzester  Zeit  vor  und  will  kein  Kapital  anlegen.  Der  eine  Darleiher  hat  also
ein  Interesse  daran,  von  dem  dauernden  Kapital  soviel,  wie  er  geliehen  hat,
zurückzuerhalten,  und  dem  anderen  Darleiher  ist  daran  gelegen,  eine  ebensogroße ­
  Kaufkraft  für  Dienstleistungen  und  konsumierbare  Güter,  wie  er
ausgeliehen  hat,  zurückzuerhalten.
Nichtsdestoweniger  werden  nun  von  Personen,  die  sich  in  bezug  auf  die
Verwendungsabsichten  ihres  Geldes  gänzlich  unterscheiden,  Anleihekontrakte
miteinander  abgeschlossen.  Selbst  wenn  für  jedes  Paar  eine  unabhängige
und  speziell  bewertete  Indexnummer  benutzt  werden  könnte,  wäre  eine  so
gewonnene  Einheit  nicht  für  beide  Teile  in  gleicher  Weise  passend.  Und
doch  kann  ein  und  dieselbe  Schuld  nicht  in  zwei  verschiedenen  Bemessungseinheiten ­
  bezahlt  werden.  Eine  absolute  Gleichstellung  kann  daher  nicht
in  Frage  kommen.  Wir  können  wohl  die  Übel  einer  schwankenden  Geldwährung ­
  abschwächen,  vermögen  aber  bei  Zeitkontrakten  das  Element  der
Spekulation  nicht  gänzlich  beseitigen.
Obgleich  verschiedene  Personen  und  verschiedene  Klassen  für  spezielle
Kontrakte  verschiedene  Währungen  ausbedingen  können,  so  würde  für  die
große  Masse  der  Geschäftskontrakte,  in  denen  es  sich  um  aufgeschobene
Zahlungen  handelt,  eine  einzige  Reihe  von  Indexnummern,  die  von  allen
Klassen  gebrauchte  und  gekaufte  Artikel  einschließen  und  auch  Dienstleistungen ­
  umfassen  würde,  wahrscheinlich  ratsam  gefunden  werden.  Diese
Indexnummer  würde  für  Kontrakte  zwischen  den  verschiedenen  Klassen  und
Individuen  mit  verschiedenartigen  Konsumtionsgewohnheiten  am  passendsten ­
  sein;  ebenso  für  die  Berechnung  der  Geldzahlungen  an  Inhaber  von
Obligationen,  die  an  das  gesamte  Publikum  verkaufte  Wertpapiere  sind.
Ohne  den  Versuch  zu  machen,  solche  Indexnummern  zu  konstruieren,
die  besondere  Personen  und  besondere  Klassen  jeweilen  als  Norm  nehmen
könnten,  wollen  wir  bloß  die  Bildung  einer  solchen  allgemeinen  Indexnummer ­
  untersuchen.  Wie  hervorgehoben  worden  ist,  muß  eine  solche
alle  Güter  und  Dienstleistungen  umfassen.  In  welchem  Verhältnisse  sollen
diese  aber  „gewogen“  werden?  Wie  können  wir  bei  der  Bildung  des
Indexes  entscheiden,  welches  Gewicht  dem  Bestand  des  dauernden
Kapitals  und  welches  Gewicht  dem  Strome  der  Güter  sowie  der  Dienstleistungen ­
  während  einer  Zeitperiode  —  ihrem  Zuströmen  an  die  einzelnen
Personen,  das  die  Konsumtion  widerspiegelt  —  gegeben  werden  soll?
Diese  beiden  Dinge  sind  inkommensurabel.  Sollen  wir  den  Eisen ­
            
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