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XI. Kapitel.
Kriege war die Bank von England im Jahre 1797 genötigt, Barzahlungen der
Noten einzustellen. Hierdurch wurde die Kraft, die eine zu starke Aus
gabe von Banknoten automatisch einschränkte, gelähmt. Im Jahre 1821
nahm die Bank die Barauszahlungen wieder auf. Während eines großen
Teils der dazwischenliegenden Periode standen die in Papiergeld ausge-
drückten Preise sehr hoch. Die folgende Tabelle von Jevons zeigt die
relativen Preise in Noten und Bargeld von 1801 bis 1820 1 ).
Jahr
Goldwährung
Papierwährung
1801
140
153
1802
110
119
1803
125
128
1804
119
122
1805
132
136
1806
130
133
1807
129
132
1808
145
149
1809
157
161
1810
142
164
1811
136
147
1812
121
148
1813
115
149
1814
114
153
1815
109
132
1816
91
109
1817
117
120
1818
132
135
1819
112
117
1820
103
106
Die Ursachen der Preissteigerung wurden in dem berühmten „Bullion
Report“ untersucht. Man gelangte allgemein zu der Schlußfolgerung, daß,
wenn das lokale Umlaufsmittel eines Landes nicht mehr in Gold einlösbar
ist und gleichzeitig zu irgendeiner Zeit im Übermaß ausgegeben würde,
ein „Steigen des Gold-Marktpreises über dessen Miinzpreis“ stattfände.
Dieser Notenüberschuß kann nicht nach anderen Ländern exportiert
werden und, da er nicht in Bargeld einlösbar ist, braucht er nicht notwendig
an die Stelle, die ihn ausgegeben hat, zurückzufließen; er bleibt in Zirku
lation und wird allmählich durch die Steigerung aller Warenpreise aufge
braucht. Eine Zunahme in der Quantität des lokalen Umlaufsmittels
1 ) Investigations in Currency and Finance, London (MacmiUan), 1884, S. 144.