Statistischer Nachweis. Allgemeiner historischer Rückblick.
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eines Landes erhöht die Preise in diesem Lande genau in derselben We%<^
wie eine Zunahme des Gesamtangebotes von Edelmetallen die Preise in d(^
ganzen Welt erhöht. Infolge der Zunahme der Quantität wird der Wert
eines gegebenen Teiles dieses zirkulierenden Mediums im Austausch gegen
andere Waren erniedrigt. Mit anderen Worten: die Geldpreise aller an
deren Waren — die Preise des Barrenmetalles wie die aller übrigen Waren —
werden erhöht. Es ist dies eine ausgezeichnete Darlegung der Theorie
des uneinlöslichen Papiergeldes, sofern sich die Ausgabe dieses Geldes inner
halb der Schranken der allgemeinen Verkehrsbedürfnisse hält. Von einer
teilweisen oder gänzlichen Aufgabe seiner Benutzung infolge seiner Wert
losigkeit wird keinerlei Erwähnung getan. Dies beruht wohl auf der Tat
sache, daß die Papiergeldwirtschaft in England niemals ein so kritisches
Stadium erreichte, wie dies zweifellos in vielen Fällen in Frankreich, Öster
reich, Amerika und anderen Staaten der Fall gewesen ist.
§10.
Lehrreich sind die Erfahrungen, die Österreich mit dem Papiergelde
gemacht hat 1 ). Gleich vielen europäischen Banken, wurde die Öster
reichische Bank von der Regierung als ein Instrument zur Vermittlung von
Anleihen benützt. Dies geschah durch die der Bank erteilte Erlaubnis, große
Summen in Noten auszugeben. Die Feldzüge mit Napoleon erforderten große
Geldmittel, und während dieser Kriege mußte die Notenausgabe bedeutend
erhöht werden. Im Jahre 1796 betrug die Notenausgabe 47,000,000 Gulden,
1800 erreichte sie die Höhe von 200,000,000 und im Jahre 1806 die Summe von
449,000,000 Gulden. Die Banknoten standen bedeutend unter Pari. Im
Jahre 1810 fielen sie nach und nach auf x / 6 , 1 / a und ungefähr 1 / 11 ihres Pari
wertes. Eine im Jahre 1811 erlassene Proklamation bewertete sie rückhalt
los auf ein Fünftel ihres Nominalwertes und ordnete ihre Auswechslung
gegen Einlösungsnoten zu diesem Satze an. Diese Ersatznoten zirkulierten
unter dem Namen „Wiener Bankozettel“, die sodann das österreichische
gesetzliche Umlaufsmittel wurden. Aber selbst diese Neuemission fiel im
Mai 1812 auf V216 und i m desselben Jahres auf V338 ihres Nominalwertes,
während die Banknoten auf 1690 zu 100 in Silber standen. Hierauf wurden
unter einem anderen Namen neue Notenausgaben hinzugefügt, bis im
Jahre 1816 das insgesamt ausgegebene Papiergeld über 638,000,000 Gulden
Q Siehe W. G. Sumner, History of American Currency, New York (Holti 1R74.
Kapitel in. ’ ’