Statistiken der letzten Jahre.
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in den bereits erwähnten festländischen Banken überein mit Ausnahme des
Umstandes, daß der Genannte den Höhepunkt eher im Krisisjahr selbst,
als im vorhergehenden Jahr findet. Es ist zu beachten, daß die Zahl für
1909 bei weitem die höchste in der Tabelle ist. Ob sie das Vorzeichen
einer herannahenden Krise ist, wird die Zeit lehren 1 ).
§4.
GU. Unsere nächste Untersuchung gilt der Umlaufsgeschwindigkeit
des Geldes. Ihre Berechnung bietet große Schwierigkeiten — und zwar
Schwierigkeiten, die in der Tat gewöhnlich als unüberwindlich betrachtet
worden sind. Dieser Meinung wird durch Jevons 2 ) treffend Ausdruck ge
geben. Er schreibt:
„Nie habe ich gefunden, daß in irgendeinem Lande der Versuch
gemacht worden ist, die Durchsclmittsschnelligkeit des Umlaufes zu be
stimmen, und ebensowenig bin ich imstande gewesen, irgendwelche
Mittel und Wege zu finden, einer Untersuchung der Frage näherzu
kommen, es sei denn auf umgekehrtem Wege. Wenn wir den Betrag
des vollzogenen Gesamtaustauschs und das Quantum der verwendeten
Umlaufsmittel kennen, so könnten wir durch Division die Durch
schnittszahl erhalten, die angibt, wievielmal die Umlaufsmittel um
gesetzt wurden; wie bereits erklärt, fehlen aber alle Angaben.“
Wie wir jedoch sehen werden, sind die zur Ermittelung des „Betrages
des vollzogenen Gesamtaustauschs“ geeigneten Angaben oder GU nunmehr
vorhanden. Tatsächlich ist dieser Betrag dem gesamten in den Banken
deponierten Gelde gleich, vermehrt um die Gesamtsumme der zur Aus
zahlung gelangten Geldlöhne und einen kleinen, Verschiedenes umfassenden
Posten. Aus GU und G ist es natürlich leicht, durch Division U zu erlangen.
Die Formel zur Erlangung von GU ist ebenso einfach, wie sie auf den
ersten Blick mysteriös zu sein scheint. Die Haupteigentümlichkeit der
Methode, die sich in dieser Formel ausdrückt, und das charakteristische
Merkmal, das sie für praktischen Gebrauch verwendbar erscheinen läßt,
besteht darin, daß sie Bankberichte und andere ermittelbare Statistiken
als ein Mittel zur Auffindung des Gesamtwertes der Geldtransaktionen
benutzt. Die Methode beruht auf dem Gedanken, daß das in Umlauf be-
1) Seit Abfassung dieser Zeilen ist die Welt Zeuge einer unbedeutenden Krisis ge
wesen, die sich wenigstens insoweit bemerkbar machte, als es schwierig war, Anleihen zu
erhalten, als die Aufwärtsbewegung der Preise Ende 1913 und Anfang 1914 aufhörte.
2 ) Money and the Mechanism of Exchange (London), S. 336.