Das Problem, die Kaufkraft stabiler zu gestalten.
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als Mittel zur Aufrechterhaltung eines stabilen Preisniveaus dienen, in Er
wägung gezogen. Es zeigte sich, daß ein System, durch das zwei oder mehrere
Metalle aufs unbestimmte zu einem übereingekommenen Verhältnis in Zir
kulation gehalten werden, keinerlei Garantie gewährt, und es wurde
darauf hingewiesen, daß, selbst wenn dies der Fall wäre, ein eventueller
Vorteil in bezug auf die Stabilität der Preise wohl nur von geringer Bedeutung
sein würde. Der letztere Einwand wurde auch gegen den Symmetallismus,
also gegen den Vorschlag, mehr als ein Edelmetall in jeder Währungsmünze
zu vereinigen, und ebenso auch gegen das System der „verbundenen Metall
platten“ erhoben, usw.
Es wurden sodann mehrere Methoden in Erwägung gezogen, mittelst
deren die Regierung die Quantität des Geldes im Verhältnis zum Verkehrs-
bedürfnis derart regulieren könnte, daß das Preisniveau stabil erhalten wird.
Zu diesem Zwecke wurde die Methode aufgeführt, uneinlösbares Papiergeld
als Währungsgeld zu ernennen und dessen Quantität zu regulieren. Eine
andere Methode ging dahin, den Zufluß des Metallgeldes durch eine vari
ierende Münzgebühr zu regulieren. Ein noch anderes Verfahren bestand in
der Ausgabe von Papiergeld, das auf Verlangen in Gold einzulösen ist, was
jedoch nicht in dem festgesetzten Betrage des Grundedelmetalles, sondern
in einem veränderlichen Betrage zu geschehen hätte, dessen Höhe so fest
gesetzt wird, daß das Preisniveau unverändert bleibt. Und schließlich wurde
der Plan des Verfassers, der die Golddevisenwährung in Verbindung mit
einer Tabellarwährung vorschlägt, in reifliche Erwägung gezogen.
Es wurde die Anregung gegeben, daß der erste Schritt in dieser not
wendigen Reform darin bestehen müsse, das Publikum und insbesondere
die Geschäftswelt zu bewegen, das Problem der Wertbeständigkeit des Geldes
zu studieren und sich zu überzeugen, daß gegenwärtig Kontrakte in Geld
ebenso wahrhaftige Spekulationsgeschäfte sind, wie Warentermingeschäfte,
und daß sie in der Tat nur eine Spielart des Terminhandels bedeuten.
Ist die notwendige Aufklärung einmal im Gange, dann wird es an der
Zeit sein, Vorschläge zur Regulierung der Kaufkraft des Geldes im Lichte
der öffentlichen und wirtschaftlichen Lage derZeit zu erstatten. Aber alles
dies ist Sache der Zukunft. Für den Augenblick scheint nichts so notwendig
zu sein, als das Problem und die Grundzüge seiner Lösung zu formulieren und
der Hoffnung Raum zu geben, daß das, was heute eine akademische Frage
ist, zu gegebener Zeit zu den wichtigsten Entscheidungen drängen möge 1 ).
*) Eine ausführlichere Erklärung des vorstehend beschriebenen Vorschlages der
»Wertstabilisierung des Dollars“ findet der Leser auf S. 416 ff.